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Pfeffers Bike-Test: Ducati Streetfighter V4

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"Ein formvollendetes italienisches Biest"

Hey Leute, der Pfeffer hier! Eine Woche lang darf ich die Ducati Streetfighter V4 testen. Und nach nur einem Tag mit der Ducati kann ich schon sagen: Was für ein geiles Teil! Danke nochmal an Alex's Bikeshop in Bad Mergentheim, der uns die Maschine zur Verfügung stellt. Hier meine Erfahrungen mit der italienischen Schönheit:

 
Ich schau auf die Streetfighter V4 und denk mir: 208 PS? Kann nicht sein. Diesem Motorblock siehst du das nicht an. Kompakt. Aufgeräumt. Komplett auf Speed gebaut. Auch dank der 4 Wings. Das sind die Flügel direkt neben dem Scheinwerfer. Die sorgen dafür, dass die Maschine nicht abhebt, wenn ich sie über den Asphalt jage. Und eins wird schnell klar: Dieses Bike klebt förmlich auf der Straße.

Und dann diese Scheinwerfer. Diese LED-Strahler. Sportlich. Pfeilförmig. Als würden sie sich in den Boden schrauben. Geballte Eleganz hingegen am Hinterteil. Das können sie halt die Italiener. Die stylischen Rücklichter schlängeln sich direkt unter meinem Hintern. Als würden sie meinem Hintermann signalisieren wollen: Ey du! Nur gucken, nicht anfassen! An mir kommst du nicht vorbei!

Genauso wenig wie meine Blicke. Sie kleben an einem echten Highlight der Streetfighter V4. Dem appetitlichen 5-Zoll-TFT-Bildschirm. Der Schaltzentrale des mächtigen Elektronik-Arsenals. Von hier aus dirigiere ich die Ducati. Gebe den Takt vor. Und sie klingt wie ein gut eingespieltes Orchester. Ducati bedeutet Dolce Vita. Italienisches Lebensgefühl. Und ich kann es sehen. Ich kann es spüren. Die Streetfighter wirkt wie ein formvollendetes Biest. Nein sie wirkt nicht nur so. Sie ist es.

Aber wie immer gilt: unbedingt vorher testen, ob man auch wirklich Herr der Lage ist. Denn so schnell wie bei diesem Monster 100 km/h auf dem Tacho stehen, kannst Du nicht "ahh" sagen. Aber für Euch bändige ich dieses Biest.

 
Wer nicht gern im Mittelpunkt steht, ist bei der Streetfighter an der falschen Adresse. Denn kaum im Sattel merke ich: Alle Blicke in der City gelten uns. Mir und der Ducati. Aber nicht nur neidische Blicke sind mir garantiert. Auch ein riesiger Fahrspaß. Zumindest wenn man unbedingt Fahrtwind spüren will. Wir reden hier nämlich von einem Naked Bike. Also keine Verkleidung. Ich spüre im Sattel jeden noch so leichten Gegenwind. 

Da hatte es meine Tochter bei unserem Ausritt durch den Odenwald besser. Sie saß auf dem Sozi. Dem Beifahrersitz. Oder besser: Dem Beifahrer-Plätzchen. Groß ist der nämlich nicht. Aber sie ist eh ein Leichtgewicht. Und hat davon profitiert, dass der Papa vorne den ganzen Wind abfängt. Was eine Tour. Ab in den Odenwald Richtung Sommerrodelbahn in Wald Michelbach. Verdammt kurvenreiche Strecke. Nach einer Stunde frag ich die Kleine, ob alles okay ist. Ihre Antwort: "Richtig cool hier hinten". Aber was soll sie auch sagen? Sie ist meine Tochter und findet alles gut, was der Papa macht.

Aber ich kann sie verstehen. Selbst wenn ich nur einen Hauch Gas gebe, merke ich: Diese Italienerin strotzt nur so vor Temperament. Nichts anderes habe ich von einer Ducati erwartet. Im Gegensatz zum geschmeidigen Handling. Wie sanft ich die Maschine trotz ihrer geballten Power steuern kann. 208 PS Power und trotzdem so leicht zu fahren. Das hätte ich nicht gedacht. Beim Erzählen merke ich wie das Benzin in meinen Blutbahnen zu brodeln beginnt. Was ein geiler Ausritt. Ein absolutes MUSS für echte Asphalt-Freaks, die schon immer mal ein italienisches Heißblut bändigen wollten. So wie ich also.