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Mehr als 80 Verstöße im Raum Offenburg, Baden-Baden, Rastatt und im Ortenaukreis

Offenburg: Polizei geht gegen Auto-Poser vor

Laute Motorengeräusche, Fehlzündungen und Beschleunigungsrennen - die Poserszene wird immer mehr zum Problem. Auch im Raum Offenburg, Rastatt und im Ortenaukreis. Über 80 Fälle von Posing sind dieses Jahr schon festgestellt worden - das Polizeipräsidium Offenburg will diese Entwicklung nun eindämmen.

Um effektiv gegen das Posing arbeiten zu können, hat das Polizeipräsidium Offenburg einen Arbeitsbereich „Tuning“ eingerichtet. Dort sollen sich die Reviere untereinander besser vernetzen und Erfahrungen austauschen. Auch in Sachen Bußgeld wird es Anpassungen geben. Sogenannte Poser-Hotspots können umgebaut werden – beispielsweise der Parkplatz eines Möbelhauses in Offenburg. Dort treffen sich Poser regelmäßig. Auch viele Zuschauer sind dann vor Ort. Der Parkplatz soll in Zukunft mit einer Schranke abgesichert sein.

Zudem sollen Polizeibeamte gezielt geschult werden, denn: wenn diese wenig über Posing wissen, ist das ein Vorteil für die Szene. "Die Leute haben teilweise ordnerweise Unterlagen dabei zu ihren Anbauteilen", erklärt Polizeioberkommissar Sebastian Thomann. "Wenn die merken, dass der Polizist damit nichts anfangen kann, geht die Kontrolle am Ende schief. Deswegen müssen die Kollegen technisch versiert sein und letztendlich mehr über die Fahrzeugtechnik wissen als die Szene."

Teil der Poser-Szene seien vor allem junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren, so Polizeidirektor Peter Westermann. Deshalb plant die Polizei auch an Schulen zu gehen, um dort gezielt über das Thema zu informieren.