30.000 Euro für Schule - Jury lobt Praxisnähe
Mit Praxisnähe und neuen Lernwegen überzeugt die berufliche Schule in der Nähe vom Bodensee die Jury. Welche Schulen beim Deutschen Schulpreis abgeräumt haben.
Mit Praxisnähe und neuen Lernwegen überzeugt die berufliche Schule in der Nähe vom Bodensee die Jury. Welche Schulen beim Deutschen Schulpreis abgeräumt haben.
Als eine von sieben Schulen wurde die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Die Einrichtung darf sich über 30.000 Euro Preisgeld freuen. Die Ehrung fand in diesem Jahr zum 20. Mal statt, im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Hauptpreis in Höhe von 100.000 Euro ging an die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf südwestlich von Frankfurt.
Die berufliche Schule in der Nähe vom Bodensee mit rund 1.300 Schülerinnen und Schülern überzeugte die Jury vor allem wegen ihrer Innovationsstärke. «In acht gewerblich-technischen Bildungsgängen hat sie eine Lernkultur entwickelt, die Unterricht neu denkt: Kurze Instruktionsphasen verbinden sich mit langen Phasen selbstorganisierten Lernens, differenzierten Materialien, verlässlichem
Coaching und kontinuierlichem Feedback», hieß es von der Jury.
Fünf weitere Schulen bekommen Preisgeld
Schüler übernähmen für ihre Lernprozesse Verantwortung, würden gleichzeitig aber auch vom Lehrpersonal außergewöhnlich zugewandt begleitet. «Die enge Zusammenarbeit mit Betrieben und mit der regionalen Wirtschaft verbindet hohe pädagogische Qualität mit großer Praxisnähe.» Die Schule zeige, welches Potenzial in beruflicher Bildung stecke.
Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Jung (CDU) gratulierte der Einrichtung «Die Schule wird damit als eine der besten Schulen Deutschlands ausgezeichnet», sagte er. Das sei eine sehr besondere Anerkennung für die ganze Schulfamilie.
Fünf weitere Schulen in Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Thüringen wurden bei der Preisverleihung in Berlin mit jeweils 30.000 Euro ausgezeichnet.
Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 für eine besonders gute Schulqualität vergeben. Ausrichter sind die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung. Eine Jury aus Bildungsexperten und Schulpraktikern vergleicht bei den Bewerberschulen sechs Bereiche: «Unterrichtsqualität», «Leistung», «Umgang mit Vielfalt», «Verantwortung», «Schulleben und Netzwerke» sowie «Lernende Schule». Diese Merkmale seien als Kennzeichen guter Schulqualität allgemein anerkannt.
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