Sekundenschlaf soll den Unfall am Bodensee verursacht haben. (Symbolbild)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sekundenschlaf soll den Unfall am Bodensee verursacht haben. (Symbolbild)
Unfall am Bodensee

Ärger nach Sekundenschlaf: Polizei warnt vor Übermüdung

Ein kurzer Moment der Müdigkeit – und schon kracht es: Welche Folgen eine Autofahrerin nach einem Unfall erwarten.

Von sogenanntem Sekundenschlaf übermannt, ist eine 52 Jahre alte Frau am Bodensee mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Auflieger eines entgegenkommenden Lastwagens zusammengestoßen. Die Frau hatte Glück: Nach Polizeiangaben wurde sie bei dem Crash auf der Bundesstraße 31 auf Höhe Immenstaad (Bodenseekreis) ebenso wie der Lkw-Fahrer nur leicht verletzt. 

Auf die 52-Jährige könnten aber strafrechtliche Konsequenzen zukommen: Denn Sekundenschlaf wird meistens durch Übermüdung verursacht. Die Straßenverkehrsordnung fordert aber von Fahrern, jederzeit körperlich fit zu sein. Die Polizei leitete gegen die Frau ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Zudem wurde ihr Führerschein beschlagnahmt.

Sekundenschlaf als unterschätzte Gefahr

Die Polizei bezeichnet den Sekundenschlaf als «unterschätzte Gefahr». Besonders auf langen, monotonen Strecken könne er sowohl bei Urlaubern als auch bei Berufstätigen, die wenig Schlaf haben oder erschöpft sind, schwere Unfälle verursachen. «Bei Anzeichen von Sekundenschlaf sollte die Fahrt sofort unterbrochen werden, da das Weiterfahren lebensgefährlich für alle Verkehrsteilnehmer sein kann», warnte zuletzt die Polizei in Ulm.

© dpa-infocom, dpa:260901-930-612968/1
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