Als Double zur Fahrprüfung: Haftstrafe nach Fälschung
Falsche Ausweise und organisierte Stellvertreter: In Heilbronn ist ein Mann verurteilt worden, weil er theoretische Führerscheinprüfungen für Fahrschüler absolvierte. Kein Einzelfall.
Falsche Ausweise und organisierte Stellvertreter: In Heilbronn ist ein Mann verurteilt worden, weil er theoretische Führerscheinprüfungen für Fahrschüler absolvierte. Kein Einzelfall.
Weil er für Fahrschüler theoretische Führerscheinprüfungen absolviert hat, ist ein 31-Jähriger in Heilbronn zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte nach Überzeugung des Landgerichts als Teil einer Bande unter anderem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Führerscheinprüfungen übernommen oder Stellvertreter für Fahrschüler organisiert.
Er hatte sich laut Gericht mit den Taten unter anderem in Heidelberg, Göppingen, Bochum und Bonn seinen Lebensunterhalt finanziert. Verurteilt wurde der Mann vor allem wegen banden- und gewerbsmäßiger Fälschung beweiserheblicher Daten. Insgesamt wurden ihm 31 Taten zwischen Februar 2024 und Juni 2025 vorgeworfen.
Mann hat im Prozess umfassend gestanden
«Der Angeklagte hat sich geständig eingelassen, was die weitere Beweisaufnahme erheblich abkürzte», sagte eine Sprecherin des Gerichts. Während die Staatsanwaltschaft auf vier Jahre und vier Monate Haft plädierte, folgte das Gericht mit dem Strafmaß der Forderung der Verteidigung.
Inzwischen ist auch der Termin für den Prozess gegen fünf weitere angeklagte Mitglieder der Heilbronner Bande angesetzt. Darunter ist auch ein Fahrschulbetreiber aus Heilbronn, der laut früheren Angaben der Staatsanwaltschaft im Fokus der Ermittler stand. Er soll bereits seit 2022 solche Stellvertreterprüfungen angeboten haben. Das Gericht will das Verfahren am 9. April (09.00 Uhr) beginnen.
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