Nach den jüngsten Attacken auf das Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn in Stuttgart und Göppingen ermittelt nun die Bundespolizei. (Symbolbild)
Sven Hoppe/dpa
Nach den jüngsten Attacken auf das Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn in Stuttgart und Göppingen ermittelt nun die Bundespolizei. (Symbolbild)
Zwei Vorfälle

Angriffe auf Bahn-Sicherheitsdienst: Pfefferspray und Messer

Die Gewalt gegen Sicherheitskräfte in Zügen und Bahnhöfen reißt nicht ab: In Stuttgart und auf der Strecke nach Geislingen eskaliert.

In Baden-Württemberg ist es erneut zu Angriffen auf den Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn gekommen. Wie die Bundespolizeiinspektion Stuttgart mitteilte, wurden bei zwei getrennten Vorfällen in einer S-Bahn sowie in einem Regionalexpress mehrere Mitarbeiter attackiert und verletzt.

Am Wochenende gerieten demnach zwei junge Männer in einer S-Bahn in Richtung Kirchheim unter Teck mit den Ordnungskräften aneinander. Sie hatten sich gegen Mitternacht im Zug eine Zigarette gedreht. Als das Personal sie aufforderte, dies zu unterlassen, reagierten die Heranwachsenden laut Bundespolizei sofort aggressiv und sprachen Beleidigungen aus. Nach dem Ausstieg am Stuttgarter Hauptbahnhof soll die Situation auf dem Bahnsteig eskaliert sein. Die Verdächtigen gingen die Bahnmitarbeiter den Angaben zufolge körperlich an und beschädigten deren Ausrüstung. Alarmierte Bundespolizisten stellten die Täter noch vor Ort. Bei einem von ihnen soll zudem ein verbotenes Springmesser gefunden worden sein.

Pfefferspray im Gerangel entrissen

Ein weiterer Vorfall ereignete sich im Landkreis Göppingen. In einem Regionalexpress der Linie RE5 von Göppingen nach Geislingen an der Steige stritt sich den Angaben nach ein 28-Jähriger zunächst verbal mit anderen Reisenden. Eine Streife des Bahnsicherheitsdienstes soll versucht haben zu schlichten, woraufhin sich der Mann auch gegenüber den 27- und 31-jährigen Einsatzkräften aggressiv verhielt.

Beim Versuch, dem Randalierer Handfesseln anzulegen, wehrte sich der Mann laut Bundespolizei heftig. Er schlug dem 27-Jährigen mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Im Verlauf des Gerangels gelang es dem Angreifer zudem, einem der Mitarbeiter das Reizstoffsprühgerät zu entreißen und dieses gegen den 31-Jährigen einzusetzen. Die beiden Sicherheitsmitarbeiter erlitten leichte Verletzungen.

Gegen die Beteiligten wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet.

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