In der Champions League rollt ab dem 8. September wieder der Ball.
Tom Weller/dpa
In der Champions League rollt ab dem 8. September wieder der Ball.
Fußball

Auslosung: Bayern-Trip an den Sehnsuchtsort - Kracher für RB

Die Auslosung der Ligaphase der Fußball-Champions-League hat den deutschen Clubs überwiegend machbare Aufgaben beschert. Nur für Leipzig kommt es hart. Der BVB muss lange Reisen machen.

Eine Reise zum Sehnsuchtsort für den FC Bayern, Königsklassen-Kracher für Rückkehrer RB Leipzig und anstrengende Miles-and-More-Trips für Borussia Dortmund: Die Auslosung der Ligaphase in der Champions League hat den vier Bundesligisten - darunter auch der VfB Stuttgart - überwiegend machbare Aufgaben beschert. Einzig die Leipziger haben im Grimaldo Forum zu Monaco in Real Madrid und Manchester City zwei richtige Hammerlose erwischt.

Auf die Münchner wartet in der Ligaphase schon ein Auswärtsspiel bei Atlético Madrid an jenem Ort, wo sie auch am 5. Juni hinwollen. Ins Estadio Metropolitano, dem Endspielort der Königsklasse 2026/27. «Das ist der Ort des Traums, wo wir gerne hinwollen», sagte Bayern-Sportchef Max Eberl.

Auf dem Weg dorthin dürfte der englische Meister FC Arsenal mit Kai Havertz der stärkste Gegner in der Ligaphase sein. Die Londoner, die neben Titelverteidiger Paris Saint-Germain der einzige Bayern-Besieger in der letzten Saison waren, müssen aber in die Allianz Arena.

Bayern auch im Old Trafford

Weitere Heimspiele haben die Bayern gegen Betis Sevilla, den norwegischen Club Bodo/Glimt und Slavia Prag. Auswärts geht es neben dem Atlético-Gastspiel noch zu Ex-Sieger Manchester United, OSC Lille und Königsklassen-Neuling Viking Stavanger.

«Es ist spannend diese Phase, aber wir wollen versuchen, unter die ersten Acht zu kommen», so Eberl: «Die Gruppenphase hat es schon in sich. Man sagt: Ja, das ist machbar. Trotzdem musst du es erstmal spielen.»

Arsenal und Bodo/Glimt hat auch der BVB als Gegner bekommen, allerdings müssen die Westfalen nach London und an den Polarkreis nach Norwegen reisen. So dürfte der BVB gespannt auf die genaue Terminierung schauen. «Ich hoffe mal nicht, dass wir im Januar da spielen müssen», sagte BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken bei Sky.

Auch die Reise zum FK Sabah nach Aserbaidschan dürfte strapaziös werden. Weitere Gegner sind daheim Inter Mailand, Betis Sevilla, FC Villarreal und AEK Athen. Dazu geht es noch zu Europa-League-Sieger Aston Villa mit dem Ex-Münchner Leon Goretzka. «Da sind ein paar Stolpersteine dabei», ergänzte Ricken.

Reizvolle Aufgaben für Leipzig

Reihenweise attraktive Gegner erhielt Leipzig. Neben dem Gastspiel bei Real und José Mourinho geht es auch ins Old Trafford zu Manchester United, ins De Kuip zu Feyenoord Rotterdam und an den Comer See zum Neuling Como 1907. Daheim warten neben Man City noch Spiele gegen die PSV Eindhoven, RC Lens mit Ex-Frankfurt-Coach Dino Toppmöller und Schachtar Donezk.

«Die Vorfreude ist riesengroß. Das war ein Jahr harte Arbeit. Wir freuen uns riesig, dass wir auf europäischer Bühne zurück sind», sagte Leipzigs Sportchef Marcel Schäfer bei Sky und ergänzte mit Blick auf die Gegner: «Wir wollen für Furore sorgen und uns mit den Besten messen. Ich glaube, dass wir tolle und attraktive Gegner haben.»

Die Stuttgarter bekommen es bei ihrer Königsklassen-Rückkehr daheim mit Atlético Madrid, FC Brügge, OSC Lille und Viking Stavanger zu tun. Auswärts geht es zu Inter Mailand, PSV Eindhoven, Galatasaray Istanbul und Slovan Bratislava.

Start am 8. September

Los geht es mit dem ersten Spieltag vom 8. bis 10. September. Die Ligaphase endet im Januar kommenden Jahres, dann folgen die K.o.-Runden - mit dem Höhepunkt am 5. Juni in Madrid.

Der Modus ist der gleiche wie in den vergangenen beiden Jahren. 36 Teams sind dabei, jede Mannschaft bestreitet acht Spiele. Die besten acht Vereine qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale. Die Clubs auf den Plätzen 9 bis 24 spielen in einer Zwischenrunde ums Weiterkommen. Für die Mannschaften auf den Rängen 25 bis 36 ist die internationale Saison beendet.

Geldmaschine Champions League

Die Königsklasse wird den Clubs wieder reichliche Einnahmen bescheren. 4,4 Milliarden Euro Umsatz erwartet die UEFA aus der Champions-League-Saison. Allein für den Start in der Ligaphase bekommt jeder Verein 18,62 Millionen Euro Startprämie pro Club. In der Gruppenphase gibt es 2,1 Millionen Euro pro Sieg und 700.000 Euro pro Remis. Und dann gibt es auch noch Geld für die Platzierung in der Abschlusstabelle der Ligaphase.

Die Mannschaft auf Platz eins erhält die höchste Prämie, das Schlusslicht die kleinste Summe. Hinzu kommen Ranglistenboni für die besten acht Teams mit jeweils zwei Millionen Euro und für die Vereine auf den Rängen 9 bis 16 mit jeweils einer Million Euro. Mit den Prämien geht es in der K.o.-Phase dann natürlich weiter.

Vier Königsklassen-Neulinge dabei

Unter den 36 Clubs sind auch vier Neulinge: Der Linzer ASK hatte in der Qualifikation für ein kleines Wunder gesorgt und nach einem 0:3 im Hinspiel noch mit 5:1 den schottischen Meister Celtic Glasgow eliminiert. Auch der italienische Club Como 1907 mit Trainer Cesc Fabregas sowie der aserbaidschanische Club Sabah FK und Viking Stavanger haben sich erstmals qualifiziert.

Neben der Auslosung wurden einige Preise verliehen, wie etwa der Fair Play Award an PSG-Kapitän Marquinhos, der nach dem Elfmeterkrimi im Finale gegen Arsenal den letzten Fehlschützen Gabriel getröstet hatte.

Arne Richter und Stefan Tabeling, dpa
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