Einstündige Verfolgung – Betrunkener rast Polizei davon
Nach einer 80 Kilometer langen Flucht stoppt die Polizei einen Fahrer auf der Autobahn. Die Beamten vermuten einen psychischen Ausnahmezustand und bringen ihn in eine Einrichtung.
Nach einer 80 Kilometer langen Flucht stoppt die Polizei einen Fahrer auf der Autobahn. Die Beamten vermuten einen psychischen Ausnahmezustand und bringen ihn in eine Einrichtung.
Ein mit 2,5 Promille alkoholisierter Autofahrer hat sich auf der Autobahn 81 bei Horb am Neckar (Kreis Freudenstadt) eine mehr als einstündige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der 38 Jahre alte Fahrer war Zeugen zunächst durch rücksichtsloses Überholen auf dem Seitenstreifen aufgefallen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zudem soll er anderen Verkehrsteilnehmer den Mittelfinger gezeigt haben.
Als Beamte ihn stoppen wollten, ignorierte er die Anhaltesignale und fuhr in Schlangenlinien über alle Fahrstreifen weiter, wobei er andere Verkehrsteilnehmer und Polizeistreifen gefährdete. Auch den Beamten zeigte er den Mittelfinger.
Fahrer hielt auf der A6 an
Die Verfolgung führte über das Autobahndreieck Leonberg in Richtung Heilbronn und schließlich auf die Bundesautobahn 6 in Richtung Nürnberg. Nach rund 80 Kilometern hielt der Mann schließlich an und wurde vorläufig festgenommen. Ob er mitten auf der Autobahn zum Stehen kam oder auf einen Rastplatz fuhr, blieb zunächst unklar.
Ein Atemalkoholtest ergab rund 2,5 Promille, weshalb ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Da er sich am Donnerstag mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, kam er anschließend in eine psychiatrische Einrichtung. Während des Einsatzes musste die A6 kurzzeitig voll gesperrt werden. Die Polizei sucht weitere Zeugen und mögliche Geschädigte.
© dpa-infocom, dpa:260731-930-466641/1
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