Einzelhändler blicken mit Sorge auf «Gen Z regelt»
Für Samstag sind auch in mehreren Südwest-Städten Proteste von «Gen Z regelt» angekündigt. Einige Geschäfte wollen deshalb früher schließen – wie bereiten sich Händler auf den Tag vor?
Für Samstag sind auch in mehreren Südwest-Städten Proteste von «Gen Z regelt» angekündigt. Einige Geschäfte wollen deshalb früher schließen – wie bereiten sich Händler auf den Tag vor?
Einzelhändler im Südwesten schauen mit einiger Sorge auf den Samstag und die angekündigten Proteste von «Gen Z regelt». Aus Sicherheitsgründen wollten einige Geschäfte früher schließen, sagte eine Sprecherin der Tourist-Information Karlsruhe. «Wir hoffen, dass alles friedlich bleibt.» Ähnlich hatten sich auch Stuttgarts City-Manager Holger Siegle und der Handelsverband Baden-Württemberg geäußert.
Sicherheitsdienst aufstocken, Rollläden runter
In Freiburg hätten mehrere Händler die Stadt gebeten, Baustellen in der Innenstadt entsprechend abzusichern, dass Materialien wie etwa Steine nicht als Wurfgeschosse verwendet werden können, sagte Martha Winterhalter von der Stadtinitiative Gemeinsam Freiburg. Viele Händler seien beunruhigt. Ein Juwelier in der Innenstadt, der nicht namentlich genannt werden möchte, will das Geschäft zwar normal öffnen, den Sicherheitsdienst aber aufstocken und die Schaufenster am Freitag und Samstag leer räumen.
Der Geschäftsführer des Handelsverbands Südbaden, Peter Spindler, berichtete ebenfalls von einem Gespräch mit einem Händler, der überlege, ob er am Samstag vorzeitig sein Geschäft schließe und den Rollladen runterlasse. Ein anderer sei zuversichtlich gewesen, dass es keine Gewaltausbrüche gebe.
«Wir hoffen, dass es friedlich bleibt»
Viele Einzelhändler in Karlsruhe hätten die Bilder von den Ausschreitungen und Plünderungen in Frankreich vor Augen, sagte eine Sprecherin der City Initiative, in der viele Einzelhändler und Lokalbesitzer aus ganz Karlsruhe zusammengeschlossen sind. Es erreichten sie viele Anfragen von Einzelhändlern und Gastronomen in der Innenstadt, ob sie ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken müssten.
In Absprache mit der Polizei habe man den Mitgliedern ein Schreiben der Polizei übermittelt. «Die Polizei wird gut vorbereitet und mit der erforderlichen Kräfteanzahl präsent sein, um einen friedlichen Verlauf des Versammlungsgeschehens zu gewährleisten», heißt es darin. Das Einkaufszentrum Ettlinger Tor wollte «geeignete vorbeugende Maßnahmen» prüfen. Mehr Details - etwa zu mehr Security - nannte eine Sprecherin nicht.
Das Schuhgeschäft Shoetown Werdich in Ulm geht von einer höheren Polizeipräsenz aus und hat laut einer Mitarbeiterin ganz normal geöffnet. So ist es auch bei Sport Sohn Ulm in der Bahnhofstraße. Im Modegeschäft Reischmann sagte eine Mitarbeiterin: «Wir hoffen, dass es friedlich bleibt.»
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