Erstmals soll Warnstreik Spielbanken teilweise lahmlegen
Mehr als 500 Beschäftigte fordern bessere Konditionen. Der Streik könnte die Gäste und vielleicht auch die Gewinne des Landes treffen. Was Verdi fordert - und was das für Spieler bedeutet.
Mehr als 500 Beschäftigte fordern bessere Konditionen. Der Streik könnte die Gäste und vielleicht auch die Gewinne des Landes treffen. Was Verdi fordert - und was das für Spieler bedeutet.
Zum ersten Mal in der Geschichte der baden-württembergischen Spielbanken haben Beschäftigte bei einem Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Nach dem Beginn am Nachmittag sei spätestens am Abend mit deutlicheren Auswirkungen auf den Betrieb der Spielbanken in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz zu rechnen, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Frank Hawel, in Konstanz.
Der Warnstreik soll bis Betriebsende am frühen Sonntag gehen. Während Verdi von erheblichen Auswirkungen auf den Spielbetrieb ausgeht, teilte das Landesunternehmen mit: «Der Spielbetrieb ist am Samstag trotz des angekündigten Streiks in allen drei Häusern gemäß Glücksspielstaatsvertrag voraussichtlich gewährleistet.»
Alle Tarifverträge wurden gekündigt
Der Arbeitgeber hatte nach Angaben von Verdi im September 2025 alle Tarifverträge gekündigt, darunter auch die betriebliche Gesundheitsförderung und den Altersvorsorgetarifvertrag. In zwei Gesprächsrunden zum ausgelaufenen Gehaltstarifvertrag sei es nicht gelungen, ein Ergebnis zu erzielen.
In den drei Spielbanken arbeiten über 500 Beschäftigte. Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde einen Sockelbetrag von 350 Euro plus drei Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2026.
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