Besondere Schutzmaßnahmen sind aus Sicht von Virologe Jonas Schmidt-Chanasit nicht nötig. (Archivbild)
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Besondere Schutzmaßnahmen sind aus Sicht von Virologe Jonas Schmidt-Chanasit nicht nötig. (Archivbild)
Von Mücken übertragen

Experte zu Sindbis-Fieber: Geringes Risiko in Deutschland

In Deutschland ist zum ersten Mal eine hierzulande erworbene Sindbis-Virus-Erkrankung bestätigt worden. Kein Grund zur Sorge, wie ein Tropenmediziner erläutert. Wie er die Infektionsgefahr einschätzt.

Trotz der ersten nachgewiesenen Ansteckung eines Menschen in Deutschland mit dem Sindbis-Virus (SINV) gibt es nach Einschätzung eines Experten keinen Grund zur Sorge. «Das Risiko, sich überhaupt anzustecken, ist für alle gering, weil Infektionen bei uns selten sind», erklärte Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Auch früher hätten sich schon Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt, aber ohne es zu merken.

SINV ist ein Krankheitserreger, der vor allem bei Vögeln kursiert und durch Stechmücken übertragen wird. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat mitgeteilt, dass bei einem 60-Jährigen aus Baden-Württemberg im September im Labor eine SINV-Infektion bestätigt wurde. Der Mann sei im Juli erkrankt. 

Besondere Schutzmaßnahmen sind laut Schmidt-Chanasit nicht nötig. «Sinnvoll ist, was ohnehin gegen Mückenstiche empfohlen wird und auch vor dem West-Nil-Virus schützt: Mückenschutzmittel auf der Haut, lange Kleidung vor allem abends und nachts, Fliegengitter an den Fenstern, Regentonnen abdecken und Wasser in Blumenuntersetzern regelmäßig ausleeren, damit Mücken dort nicht brüten können.» Die Mückensaison neige sich im Herbst ohnehin dem Ende zu.

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