Explosive Substanz in Innenstadt identifiziert
Nach dem Fund von Pikrinsäure in der Heidelberger Innenstadt werden mehrere Häuser und Teile der Fußgängerzone gesperrt. Was über die Gefahr der Substanz bekannt ist.
Nach dem Fund von Pikrinsäure in der Heidelberger Innenstadt werden mehrere Häuser und Teile der Fußgängerzone gesperrt. Was über die Gefahr der Substanz bekannt ist.
In einem Mehrfamilienhaus in der Heidelberger Innenstadt sind mehrere Behälter mit sogenannter Pikrinsäure entdeckt worden, die hochexplosiv sein kann. Feuerwehr und Polizei waren mit einem größeren Aufgebot ausgerückt. Fachleute brachten die Substanz im Laufe des Abends an einen sicheren Ort, wo sie gesprengt werden sollte, wie ein Polizeisprecher sagte.
Zunächst hieß es vonseiten der Polizei, dass ein Anwohner mehrere alte Behälter mit einer explosiven Substanz in einem Lagerraum eines Mehrfamilienhauses gefunden habe. Spezialisten des Landeskriminalamts identifizierten diese Substanz als Pikrinsäure, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts bestätigte.
In flüssigem Zustand und unter richtiger Lagerung sei diese ungefährlich. Werde sie zu alt und trockne ein, könne sie explosiv werden. In dem Fall ging man von einer langen Lagerung aus.
Zur Sicherheit wurden das betroffene Mehrfamilienhaus und zwei angrenzende Wohnhäuser sowie Teile der Fußgängerzone vorübergehend gesperrt. Diese Maßnahmen wurden nach dem Abtransport der Substanz aufgehoben, wie der Polizeisprecher sagte. Alles laufe wieder.
Pikrinsäure wird meistens in industriellem Rahmen eingesetzt, wurde früher aber auch in militärischem Kontext als Sprengstoff verwendet. Laut der Sprecherin kommen Einsätze wegen des Stoffes häufig in einem Apotheken-Kontext vor.
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