Bedauert Schmidts Abschied: Vorstandschef Holger Sanwald. (Archivbild)
Harry Langer/dpa
Bedauert Schmidts Abschied: Vorstandschef Holger Sanwald. (Archivbild)
2. Fußball-Bundesliga

«Fangen bei null an»: Heidenheim und die Schmidt-Nachfolge

Im Sommer macht Urgestein Frank Schmidt beim FCH Schluss. Vorstandschef Holger Sanwald spricht über die anstehende Suche nach einem neuen Trainer - und schließt einen Namen schon mal aus.

Vorstandschef Holger Sanwald sorgt sich trotz des angekündigten Abschieds von Trainer Frank Schmidt nicht um die Zukunft des 1. FC Heidenheim. Man sei zuversichtlich, einen geeigneten Nachfolger zu finden, sagte Sanwald vor dem Heimspiel des Fußball-Zweitligisten gegen Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Man habe die Suche aber noch nicht begonnen und auch noch kein Profil entworfen, erklärte der 59-Jährige.

«Wir fangen nächste Woche bei null an», sagte Sanwald. Denn bis zuletzt habe er noch versucht, Schmidt von einem Verbleib über den kommenden Sommer hinaus zu überzeugen. Schmidt ist seit September 2007 Coach der Schwaben, führte sie von der vierten bis in die erste Liga und zwischenzeitlich sogar in die Conference League. Am Dienstag gab der Club bekannt, dass der Kulttrainer seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern werde. 

Schnatterer kein direkter Nachfolge-Kandidat

Sanwald brachte sein Bedauern, aber auch Verständnis für die Entscheidung zum Ausdruck. Schmidt hatte ihn am Montag darüber informiert. Der Zeitpunkt sei «absolut fair» gewesen, meinte Sanwald. Schmidt habe nach dem Abstieg aus der Bundesliga im vergangenen Frühling «Verantwortung übernommen» und den Kader für diese Saison noch mal mitgestaltet. Das habe dem Club «extrem geholfen». Und man habe nun genug Zeit, die Nachfolge zu regeln.

Sanwald betonte mehrfach, dass man dabei «keine Kopie» von Schmidt suche. Der 52-Jährige sei ohnehin «einzigartig». Marc Schnatterer, so viel verriet der Vorstandschef bereits, sei für die direkte Nachfolge kein Kandidat. Der frühere FCH-Profi und Publikumsliebling, der in den vergangenen Jahren als Coach im Nachwuchs arbeitete und mittlerweile zu Schmidts Trainerstab gehört, werde in der Zukunft sicher eine Rolle spielen. Noch fehle ihm aber die nötige Lizenz.

Schmidt richtet Fokus auf Hannover

Schmidt selbst will sich nicht aktiv an der Suche seines Nachfolgers beteiligen. Sollte Sanwald eine Frage haben, werde er natürlich aber helfen, erklärte er. Nach so vielen gemeinsamen Jahren sei es «doch selbstverständlich, dass man nicht nur an sich denkt», meinte der gebürtige Heidenheimer.

In der Mannschaft sei seine Entscheidung schon ab Mittwoch kein Thema mehr gewesen, berichtete Schmidt. Das sei auch gut so. Gegen Hannover stehe eine wichtige Partie an, meinte er. Die Spieler sollten «ihre Energie und ihren Fokus da reinstecken». Die Heidenheimer sind seit fünf Zweitliga-Partien sieglos. Am vergangenen Samstag verloren sie mit 1:2 beim Karlsruher SC.

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