Erst seit zwei Jahren SC-Cheftrainer: Julian Schuster. (Archivbild)
Tom Weller/dpa
Erst seit zwei Jahren SC-Cheftrainer: Julian Schuster. (Archivbild)
Vor Europa-League-Endspiel

Finke, Streich, Schuster: Meilensteine der Freiburger Reise

Vom Bundesliga-Außenseiter zum Europapokal-Finalisten. Die Entwicklung des SC Freiburg ist bemerkenswert - und mit besonderen Menschen und Momenten verbunden. Eine Auswahl.

Der SC Freiburg steht vor dem größten Spiel seiner Historie. Gegen Favorit Aston Villa kämpfen die Badener am Mittwoch in Istanbul (21.00 Uhr/RTL) um die Krone in der Europa League. Vom kleinen Bundesliga-Neuling zum internationalen Titelträger? Meilensteine einer bemerkenswerten Reise.

Der erste Bundesliga-Aufstieg

1993 gelingt dem Sport-Club unter Trainer Volker Finke erstmals der Sprung ins deutsche Fußball-Oberhaus. Nur zwei Jahre später werden die Breisgauer sensationell Bundesliga-Dritter und ziehen in den Vorgänger-Wettbewerb der Europa League, den UEFA-Cup, ein. Hier ist allerdings schon in der ersten Runde gegen den tschechischen Vertreter Slavia Prag Endstation.

Finkes Abschied nach 16 Jahren

Dem ersten Freiburger Bundesliga-Abstieg 1997 folgen unter Finke 2002 und 2005 noch zwei weitere. Nach insgesamt 16 Jahren als Chefcoach ist für den Niedersachsen im Sommer 2007 dann Schluss beim SC. Die Ära der vielen «Wilis» aus Georgien oder auch Finkes Strandkorb, in dem er viele Jahre an der Seitenlinie saß, bleiben in besonderer Erinnerung. Robin Dutt wird neuer Trainer.

Der Tod des Präsidenten

Am 1. November 2009 stirbt Achim Stocker im Alter von 74 Jahren. Er war mehr als drei Jahrzehnte Präsident des SC und eine prägende Figur. Trotz finanziell geringer Mittel führte er den Club vom Amateurbereich bis in die Bundesliga. Sein Nachfolger wird der spätere DFB-Boss Fritz Keller. 

Streich übernimmt bei den Profis

In der Winterpause 2011/2012 löst der langjährige Freiburger Nachwuchstrainer Christian Streich den glücklosen Marcus Sorg als Chefcoach der Profis ab. Dass damit eine derart prägende und erfolgreiche Ära für den SC beginnen würde, ist damals nicht abzusehen. 

2015 steigen die Badener unter Streich zwar ab, sie halten aber an ihm fest und steigen direkt wieder auf. Der Coach entwickelt sich nach und nach zu einer Kultfigur im deutschen Fußball.

Der Umzug ins neue Stadion

Nach mehr als 60 Jahren im altehrwürdigen und charmanten Dreisamstadion mit seinem schrägen Platz ziehen die Freiburger in eine neue, modernere Arena um. Seit Oktober 2021 tragen sie ihre Heimspiele im knapp 35.000 Zuschauer fassenden Europa-Park-Stadion aus. Mit dem Umzug sind deutlich bessere Vermarktungsmöglichkeiten und ein finanzieller Sprung verbunden.

Der Vorstoß ins Pokalfinale

2022 erreichen die Freiburger erstmals das DFB-Pokalfinale in Berlin. Zigtausende Fans begleiten den Sport-Club in die Hauptstadt. Die Partie geht zwar im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig verloren. Trainer Streich und seine Freiburger könnten auf die gemeinsame Reise aber kaum stolzer sein. 

Streich übergibt an Schuster

Im Sommer 2024 verabschiedet sich Streich - nach fast 30 Jahren im Verein und zwölfeinhalb Jahren als Chefcoach der Profis. Es sind emotionale Tage und Wochen für den Südbadener, der den Posten an seinen früheren Kapitän und Verbindungstrainer Julian Schuster übergibt. Der verpasst in seiner ersten Saison nur haarscharf Freiburgs erstmaligen Champions-League-Einzug.

Das erste europäische Endspiel

Die kleinen Freiburger gehören nun zu den Großen. Nachdem 2023 gegen Juventus Turin und 2024 gegen West Ham United jeweils im Achtelfinale Schluss war, preschen sie diesmal bis ins Finale der Europa League vor. Nach dem Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga gibt es kein Halten mehr. Schon jetzt geht diese Saison als eine ganz besondere in die Clubhistorie ein.

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