Fußgängerin und Enkelkind sterben bei Unfall mit Lkw
Ein Lastwagen fährt rückwärts zu einem Grundstück. Er erfasst dabei ein Kleinkind im Kinderwagen und seine Großmutter - für beide kommt jede Hilfe zu spät.
Ein Lastwagen fährt rückwärts zu einem Grundstück. Er erfasst dabei ein Kleinkind im Kinderwagen und seine Großmutter - für beide kommt jede Hilfe zu spät.
Ein einjähriges Kind und seine Großmutter sind in Hausen im Wiesental (Landkreis Lörrach) von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war der 46 Jahre alte Fahrer des Lkw rückwärts zu einem Grundstück gefahren. Dabei sei es zu einer Kollision mit der 62-Jährigen und dem Kleinkind im Kinderwagen gekommen, die sich hinter dem Lkw befunden hätten. Zuvor hatte die «Badische Zeitung» über den Verwandtschaftsgrad der beiden berichtet.
Ermittlungen gegen Lkw-Fahrer
Sie starben der Polizei zufolge noch vor Ort. Gegen den 46-Jährigen werde nun ermittelt. Festgenommen wurde er nicht. Der Unfall geschah am Vormittag, die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. In der südbadischen Gemeinde leben laut der Internetseite rund 2.300 Menschen.
Ende März war es im Südwesten zu einem ähnlichen Unglück gekommen, als ein Lastwagen in Schramberg (Landkreis Rottweil) eine 29 Jahre alte Mutter und ihren drei Jahre alten Sohn auf dem Gehweg erfasste. Beide starben noch an der Unfallstelle. Der 53-jährige Lkw-Fahrer hatte mutmaßlich aufgrund medizinischer Ursache das Bewusstsein am Steuer verloren. Die Ermittlungen wurden später eingestellt.
Ministerium: 161 Unfalltote im ersten Halbjahr
Die Zahl der Unfalltoten auf Baden-Württembergs Straßen war zuletzt deutlich gesunken. 161 Menschen kamen nach Angaben des Innenministeriums im ersten Halbjahr 2026 ums Leben. Das seien 14,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, hatte das Ministerium im August informiert. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging zurück: um 5,1 Prozent auf 2.562.
«Das ist ein positives Signal, aber längst keine Entwarnung», sagte Innenminister Manuel Hagel (CDU) damals. Die Zahl der Todesopfer sei zwar gesunken. «Aber jeder Einzelne ist einer zu viel.»
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