Galeria droht das Aus – Verdi will Kommunen mobilisieren
Galeria kämpft wieder ums Überleben: Wie Verdi jetzt Städte und Politik ins Boot holen will, um Arbeitsplätze und Innenstädte zu retten.
Galeria kämpft wieder ums Überleben: Wie Verdi jetzt Städte und Politik ins Boot holen will, um Arbeitsplätze und Innenstädte zu retten.
Die Gewerkschaft Verdi will in Baden-Württemberg Kommunen und Politik einschalten, um für den Erhalt der Galeria-Standorte zu kämpfen. Man werde alles dafür tun, dass die Galeria-Standorte und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben, sagte Verdi-Vertreter Wolfgang Krüger in Stuttgart. «Dazu werden wir uns an die betroffenen Kommunen und an die politischen Entscheidungsträger wenden, um Lösungswege auszutauschen.»
Die Warenhäuser hätten nach wie vor eine wesentliche Bedeutung für die Innenstädte, für die man sich gemeinsam einsetzen müsse. «Ganz oben steht nun: Die Galeria-Beschäftigten haben unser aller Solidarität verdient!»
Das Amtsgericht Düsseldorf ordnete das vorläufige Insolvenzverfahren für die Warenhauskette an. Nach Angaben des Gerichts handelt es sich um ein Regelinsolvenzverfahren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Frank Kebekus bestellt. Er soll nun prüfen, ob Gründe für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorliegen und ob die Verfahrenskosten durch das Vermögen gedeckt sind.
Die Galeria S.à r.l. & Co. KG hatte am Freitag beim Gericht die Eröffnung eines Verfahrens beantragt. Für das Unternehmen ist es der inzwischen vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Ob Standorte schließen müssen, ist offen. Ungeklärt ist bisher, ob die Beschäftigten Insolvenzgeld erhalten.
Auch die rund 1.500 Männer und Frauen in den verbliebenen zwölf Filialen in Baden-Württemberg müssen nun zum vierten Mal in einem Insolvenzverfahren um ihre Zukunft fürchten.
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