Ein kleines Blumengesteck liegt am Straßenrand. (Archivbild)
Philipp von Ditfurth/dpa
Ein kleines Blumengesteck liegt am Straßenrand. (Archivbild)
Schwerer Verkehrsunfall

Große Hilfsbereitschaft nach Unfalltod von Kleinkind und Oma

«Zwei geliebte Menschen wurden aus dem Leben gerissen»: Ein Lkw erfasst eine Frau und ihren einjährigen Enkel. Kollegen des Vaters rufen mit emotionalen Worten zu Spenden auf. Die Resonanz ist riesig.

Der Unfalltod eines Einjährigen und seiner Großmutter in Hausen im Wiesental (Landkreis Lörrach) hat eine große Welle der Hilfsbereitschaft für die Hinterbliebenen ausgelöst. Arbeitskollegen des Kindesvaters riefen im Internet zu Spenden auf: «Eine Familie steht vor dem Nichts und wir möchten sie in dieser schweren Zeit unterstützen.» 

Das Spendenziel von 25.000 Euro war schon nach wenigen Tagen mehr als übertroffen. Rund 75.000 Euro sind bis Montagabend zusammengekommen. «Dass diese Spendenaktion innerhalb so kurzer Zeit eine solche Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst hat, hätten wir niemals erwartet», schrieben die Initiatoren laut «Badischer Zeitung».

Der schreckliche Schicksalsschlag habe die Familie mit voller Wucht getroffen. «Zwei geliebte Menschen wurden aus dem Leben gerissen, und der Schmerz sitzt unendlich tief. Doch inmitten dieser dunkelsten Stunden zeigt ihr uns, dass wir nicht alleine sind.»

«Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe»

Ein Lastwagen hatte nach bisherigen Ermittlungen am Donnerstag beim Rückwärtsfahren die 62-Jährige und ihren Enkelsohn erfasst, die sich hinter dem Fahrzeug befanden. Die Polizei ermittelt gegen den 46-jährigen Fahrer wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall.

«In Momenten unermesslichen Leids stehen wir fassungslos vor einem Verlust, der das Herz zerreißt», heißt es in dem Spendenaufruf der Arbeitskollegen. Sie wollten der Familie zumindest die finanzielle Sorge ein wenig nehmen. «Jeder Beitrag, egal wie klein, ist ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe.» 

Laut der «Badischen Zeitung» dankten die Initiatoren den Spendern auch im Namen der Familie: «Nun ist es möglich, den Weg für die Bestattungen und die Grabsteine der beiden Verstorbenen zu bereiten, ohne dass die finanzielle Last in dieser ohnehin unerträglichen Situation alles erdrückt.»

© dpa-infocom, dpa:261103-930-934574/1
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