Großer Stromausfall nach Brand im Umspannwerk
Strom weg, Rauch in der Luft: Nach einer Verpuffung im Umspannwerk warnt der Bevölkerungsschutz vor gesundheitlichen Risiken.
Strom weg, Rauch in der Luft: Nach einer Verpuffung im Umspannwerk warnt der Bevölkerungsschutz vor gesundheitlichen Risiken.
Wegen einer Explosion bei Reparaturarbeiten im Umspannwerk Aldingen mussten Menschen in Remseck und Pattonville im Kreis Ludwigsburg sowie in Teilen von Fellbach im Rems-Murr-Kreis für rund drei Stunden ohne Strom auskommen. Der Vorfall wurde laut Polizei kurz nach Mittag gemeldet, gegen 15.00 Uhr gab die Netze BW dann Entwarnung.
Durch Umschaltungen im Netz sei die Vollversorgung wiederhergestellt worden, sagte ein Sprecher. «Es gibt es keinerlei Hinweise auf externe Einflüsse oder eine vorsätzliche Beschädigung der Anlagen.»
In dem Umspannwerk kam es laut Netze BW wegen eines technischen Defekts zur Störung. Infolgedessen kam es zu der Verpuffung mitsamt Rauch. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte kurzzeitig die Bevölkerung gewarnt, weil unter anderem gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden könnten.
Böschungsbrand verursacht vorherigen Stromausfall
Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Strom bereits am Sonntag für eine Stunde wegen eines kleinen Böschungsbrandes in der Nähe des Umspannwerks ausgefallen. Laut Netze BW war es am späten Nachmittag zu einem Brand auf einer Wiese vor dem Umspannwerk Remseck-Aldingen gekommen. «In der Folge entstand ein Fehler an einem Kabelverteilerschrank sowie an einer Leitung zum Umspannwerk. Es kam zu einer Versorgungsunterbrechung.» Durch Umschaltungen im Netz sei die Versorgung mit Strom wiederhergestellt worden.
Die inzwischen reparierte Leitung sollte durch Mitarbeitende der Netze BW am Montag wieder zugeschaltet werden. «Dabei kam es zu einem Defekt in der Hochspannungsschaltanlage im Umspannwerk Remseck-Aldingen mit Rauchentwicklung.»
Suche nach Tätern von Reutlingen
Unterdessen läuft die Suche nach den Tätern weiter, die in der Nacht zum 8. Juli ein Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen gelegt haben. Dabei wurden laut der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart Autoreifen als Brandmittel verwendet.
Durch das Feuer war das Umspannwerk ausgefallen, auch eine weitere Anlage wurde in Mitleidenschaft gezogen. Schnell hatten sich Hinweise auf Brandstiftung verdichtet, nachdem ein möglicher Brandbeschleuniger entdeckt worden war. Ein oder mehrere Täter waren nach Erkenntnissen der Ermittler auf das Gelände eingedrungen und hatten gleich an mehreren Stellen Feuer gelegt. Auch der Zaun der Anlage war beschädigt worden.
Nach dem Feuer waren zeitweise Zehntausende Menschen über Stunden ohne Strom gewesen, auch ein Krankenhaus sowie Industrie- und Gewerbekunden waren betroffen. Der Gesamtschaden zur Reparatur der Anlage dürfte sich früheren Angaben zufolge auf mehrere Millionen Euro summieren.
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