Heilbronner Ausländerbehörde testet KI
Heilbronn wurde aus mehreren Hundert Kommunen mit ausgewählt, um neue KI-Softwares dem Praxistest zu unterziehen. Wofür diese genutzt wird.
Heilbronn wurde aus mehreren Hundert Kommunen mit ausgewählt, um neue KI-Softwares dem Praxistest zu unterziehen. Wofür diese genutzt wird.
In zwei Behörden in Heilbronn wird seit diesem Monat Künstliche Intelligenz (KI) genutzt. Darunter ist die Ausländerbehörde. Dort sollen Mitarbeitende mit der neuen Software bei der Bearbeitung aufenthaltsrechtlicher Anträge unterstützt und entlastet werden, wie das Landratsamt Heilbronn mitteilte. Konkret gehe es dabei um die Auswertung eingereichter Dokumente, die Übernahme wiederkehrender Arbeitsschritte und Sachbearbeitung.
Die fachliche Entscheidung über das Aufenthaltsrecht eines Menschen treffe jedoch weiterhin ein Mensch. Die KI bereite diese lediglich vor, hieß es. «Wir geben aufenthaltsrechtliche Entscheidungen nicht an eine Software ab, vielmehr liegt auch künftig die Verantwortung für die Qualität unserer Entscheidungen ausschließlich bei der Sachgebietsleitung und in der Folge bei der Amtsleitung», erklärte Katharina Fischer, Leiterin des Amts für Migration und Integration.
Zudem nutzt der Bereich Digitalisierung des Landratsamts die KI.
Programm vom Bund finanziert
Heilbronn ist eine von bundesweit 38 Kommunen, die verschiedene KI-Softwares im Rahmen eines Pilotprogramms testet. Dieses wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung finanziert. Die Projektphase dauert den Angaben zufolge von Anfang Oktober bis Mitte Dezember dieses Jahres.
Landrat Norbert Heuser begrüßt das Pilotprojekt: «Damit erhalten wir die einmalige Gelegenheit, unsere Vorreiterrolle im Bereich Digitalisierung, Automation und Künstlicher Intelligenz auszubauen und zusammen mit einem starken und verlässlichen Partner unsere Leistungsfähigkeit und Effizienz als Verwaltung weiter zu steigern.»
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