Stuttgarts Torwart Dennis Seimen feierte an alter Wirkungsstätte sein Bundesliga-Debüt.
Swen Pförtner/dpa
Stuttgarts Torwart Dennis Seimen feierte an alter Wirkungsstätte sein Bundesliga-Debüt.
Fußball-Bundesliga

Hoeneß erleichtert: Stuttgarter Arbeitssieg in Paderborn

Der VfB Stuttgart hat nach dem schwachen Saisonstart endlich wieder gewonnen. Der Sieg beim Aufsteiger ist aber hart erkämpft.

Der VfB Stuttgart hat nach der langen Länderspielpause den ersehnten zweiten Saisonsieg gefeiert. Die Schwaben gewannen beim SC Paderborn mit 2:0 (1:0) und bleiben gegen die Ostwestfalen damit ungeschlagen.

Nach drei Niederlagen in den ersten vier Liga-Spielen sorgten Jeff Chabot (25. Minute) und Chris Führich (83.) vor 15.000 Zuschauern für den umkämpften, aber letztlich verdienten Sieg. Der Aufsteiger verpasste dagegen den zweiten Saisonerfolg. Schon in zweieinhalb Wochen haben die Paderborner an gleicher Stelle in der zweiten Runde des DFB-Pokals aber die Chance zur Revanche.

Hoeneß fordert Steigerung

«Wir wollen jetzt loslegen. Wir wollen Gas geben», hatte VfB-Coach Sebastian Hoeneß nach dem enttäuschenden Saisonstart vor dem Gastspiel in Ostwestfalen gesagt. Und seine Mannschaft schien die Situation nach der XXL-Länderspielpause erkannt zu haben.

Die Schwaben bestimmten von Beginn an das Geschehen und setzten durch einen Fernschuss von Deniz Undav früh eine erste Duftmarke. Zwar fehlte es den Gästen in der Folgezeit in einigen Szenen an der nötigen Konsequenz, dennoch kamen die Stuttgarter zu weiteren Chancen.

Nachdem Jamie Leweling noch an Paderborns Torwart Nahuel Noll gescheitert war, brachte Chabot den VfB verdient in Führung. Nach einer schönen Flanke von Maximilian Mittelstädt war Chabot per Kopf erfolgreich. Kurz darauf hatte Leweling Pech, dass sein Schuss nur an den Pfosten des Paderborner Tores prallte.

Von den Gastgebern, die einen Teil der langen Liga-Pause für einen Trip in die USA genutzt hatten, war dagegen nicht viel zu sehen. Der Aufsteiger konnte nicht an die überzeugende Leistung aus dem 3:1 gegen Hoffenheim vor drei Wochen anknüpfen. VfB-Torwart Dennis Seimen musste vor der Pause nur einmal wirklich eingreifen, war bei einem Fernschuss von Santiago Castaneda aber zur Stelle.

Besonderes Spiel für Seimen

Für Seimen war es sein erster Bundesliga-Einsatz, aber nicht nur deshalb ein besonderes Spiel. Vielmehr war es für den 20-Jährigen auch die Rückkehr an den Ort, an dem er in der vergangenen Saison mit dem SC Paderborn in der Relegation den Aufstieg ins Oberhaus geschafft hatte. Seimen war für ein Jahr vom VfB ausgeliehen und wurde von den Paderborner Zuschauern mit Applaus begrüßt.

In Stuttgart hatte er zu Saisonbeginn verletzungsbedingt gefehlt. Die fehlende Spielpraxis war ihm bei einigen Szenen deutlich anzumerken, vor allem bei einigen Rückpässen wirkte das große Torwart-Talent etwas unsicher. Immerhin hielt er seinen Kasten aber sauber und hatte so seinen Anteil am wichtigen Stuttgarter Sieg.

Paderborn agierte nach dem Seitenwechsel zwar deutlich mutiger, versäumte es aber, seine Chancen zu nutzen. Nach knapp einer Stunde köpfte Marvin Pieringer knapp über das Tor, neun Minuten vor dem Ende hatten die Gastgeber bei einer Dreifach-Chance die große Gelegenheit zum Ausgleich. Am Ende wurde der Schuss von Rayan Philippe kurz vor der Torlinie geklärt. Das rächte sich im Gegenzug, als Führich den Ball zum 2:0 unter die Latte hämmerte.

Lars Reinefeld, dpa
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