Kretschmann: «Ich muss mich auf den Tod vorbereiten»
Winfried Kretschmann spricht offen über das Älterwerden und seinen Umgang mit dem Lebensende. Was ihn sonst im Ruhestand beschäftigt.
Winfried Kretschmann spricht offen über das Älterwerden und seinen Umgang mit dem Lebensende. Was ihn sonst im Ruhestand beschäftigt.
Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), setzt sich im Ruhestand offen mit dem Tod auseinander. «Meine Sommer sind gezählt, und ich muss mich auf den Tod vorbereiten», sagte der 78-Jährige dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Er kenne weder Tag noch Stunde, aber mit dem Alter rücke das Lebensende näher. «Das Leben verwandelt sich mehr und mehr in Erinnerung, in Rückblick.»
Kretschmann wünscht sich, so aus dem Leben zu scheiden, wie er aus dem Amt geschieden sei: «ohne Hadern und Schmerzen». Das habe man aber nicht in der Hand, räumte er ein. Der Abschied vom Amt sei ihm nicht schwergefallen: «Ich bin auch in kein Loch gefallen.» Mit 78 Jahren sei es Zeit gewesen, aufzuhören. Er sei nun «ein gemeiner Bürger» und «Beobachter der Szene».
Den tagespolitischen Ärger vermisst Kretschmann nicht, dessen Wegfall sei eine Befreiung für ihn, sagt er. Jetzt wandert der 78-Jährige nach eigener Aussage jeden zweiten Tag, liest wieder mehr und ist zu Hause nun «fürs Putzen zuständig».
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