Landtag wählt 82 Südwest-Vertreter für Bundesversammlung
Der Landtag hat die baden-württembergische Delegation für die Bundespräsidentenwahl in Berlin bestimmt. Dazu gehören ein Fußballer, ein Sänger, eine Nobelpreisträgerin und ein Unternehmer.
Der Landtag hat die baden-württembergische Delegation für die Bundespräsidentenwahl in Berlin bestimmt. Dazu gehören ein Fußballer, ein Sänger, eine Nobelpreisträgerin und ein Unternehmer.
Der baden-württembergische Landtag hat seine Vertreter für die Wahl des nächsten Staatsoberhaupts bestimmt. Insgesamt 82 Mitglieder und Ersatzmitglieder wählten die Abgeordneten für die Bundesversammlung am 30. Januar in Berlin. Darunter sind prominente Namen: Der ehemalige VfB-Fußballer Cacau, Unternehmer Reinhold Würth, Pur-Sänger Hartmut Engler und die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard dürfen bei der Entscheidung über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mitwirken.
Die Grünen und die CDU stellen mit jeweils 29 Personen die größten Gruppen. Dazu kommen 18 Vertreter der AfD und 6 der SPD. Mit der Wahl durch den Landtag ist die Zusammensetzung der baden-württembergischen Delegation festgelegt.
Claudemir Jerônimo Barreto, besser bekannt als Cacau, war von der CDU vorgeschlagen worden. Als Stürmer des VfB Stuttgart wurde er 2007 deutscher Meister. Von 2009 bis 2012 gehörte er der Nationalmannschaft an. Später engagierte er sich als Integrationsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bundes.
Unter den bestätigten Kandidaten der CDU ist auch Reinhold Würth. Der Unternehmer aus Künzelsau machte den nach ihm benannten Hersteller von Montage- und Befestigungsmaterialien zu einem weltweit erfolgreichen Konzern.
Pur-Frontmann Hartmut Engler, der von den Grünen nominiert worden war, ist auch dabei. 2010 erhielt er den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg, 2026 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Die ebenfalls von den Grünen nominierte und nun in die Bundesversammlung gewählte Entwicklungsbiologin Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 den Medizin-Nobelpreis.
AfD und SPD ohne Prominenz
AfD und der SPD setzten auf ihre eigenen Leute und stellten ausschließlich Abgeordnete aus der eigenen Partei auf.
Die Bundesversammlung besteht aus den 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen von den Ländern entsandten Wahlleuten. Die 18. Wahl zum Bundespräsidenten findet am 30. Januar im Berliner Reichstag statt.
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