Leichtes Plus bei LBBW trotz erhöhter Risikovorsorge
Erhöhte Risikovorsorge, sinkende Mitarbeiterzahlen und trotzdem ein Gewinnplus: Wie die LBBW sich im schwierigen Umfeld behauptet.
Erhöhte Risikovorsorge, sinkende Mitarbeiterzahlen und trotzdem ein Gewinnplus: Wie die LBBW sich im schwierigen Umfeld behauptet.
Trotz schwieriger Wirtschaftslage und hoher Kosten hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im ersten Halbjahr ihr Ergebnis gehalten. Der Vorsteuergewinn legte von Januar bis Juni um 0,43 Prozent auf 708 Millionen Euro zu, wie Deutschlands größte Landesbank in Stuttgart mitteilte.
LBBW-Vorstandschef Rainer Neske sagte, dass Halbjahresergebnis zeige, die Bank sei leistungsstark, kundennah und widerstandsfähig. Der Manager bekräftigte die Prognose. Man gehe unverändert davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026 ein Ergebnis von mehr als 1,1 Milliarden Euro vor Steuern erreicht werde. Das ist etwas weniger als 2025.
Risikovorsorge erhöht
Die Landesbank ist nach wie vor auf die schwierige Lage der Wirtschaft und die steigenden Insolvenzzahlen eingestellt. Die Risikovorsorge wurde im ersten Halbjahr erhöht: von 107 Millionen auf 121 Millionen Euro, vor allem für einzelne Engagements im Immobiliengeschäft und bei Unternehmen. Im Vorjahr hätten allerdings größere Auflösungen von nicht mehr benötigter Vorsorge für Unternehmenskunden die Risikovorsorge positiv beeinflusst, teilte das öffentlich-rechtliche Institut weiter mit.
Trotz aller Widrigkeiten legte der Gewinn unter dem Strich leicht zu: Er stieg um 0,42 Prozent auf 479 Millionen Euro im ersten Halbjahr, wie das Institut mitteilte. Alle Bereiche trugen mit dreistelligen Millionenbeiträgen zum Ergebnis bei.
Die Bereiche Unternehmenskunden, Immobilien/Infrastrukturfinanzierungen mussten Einbußen beim operativen Ergebnis hinnehmen. Das Kapitalmarktgeschäft stagnierte. Lediglich das Segment Privatkunden/Sparkassen legte deutlich zu. Damit unterstreiche die LBBW ihre Fähigkeit, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen nachhaltig gute Ergebnisse zu erzielen, hieß es. Ende Juni beschäftigte das Institut 10.722 Männer und Frauen, etwas weniger als im Vorjahreszeitraum.
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