Mann soll Kinder auf Philippinen im Stream missbraucht haben
Der 46-Jährige soll von Baden-Württemberg aus per Chat schwere Missbrauchstaten an Kindern gesteuert haben. Die mutmaßlichen Mittäterinnen befanden sich auf den Philippinen.
Der 46-Jährige soll von Baden-Württemberg aus per Chat schwere Missbrauchstaten an Kindern gesteuert haben. Die mutmaßlichen Mittäterinnen befanden sich auf den Philippinen.
Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern über einen Livestream hat die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe einen 46-Jährigen angeklagt. Der Mann aus dem Landkreis Heidenheim soll Mittäterinnen auf den Philippinen durch Geldzahlungen und entsprechende Anweisungen veranlasst haben, in sechs Fällen missbräuchliche sexuelle Handlungen an Mädchen zwischen vier und 13 Jahren vorzunehmen, wie das Cybercrime-Zentrum der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe mitteilte.
Die Videoaufnahmen des sexuellen Missbrauchs seien per Livestream an den Mann übertragen worden, während er per Chatfunktion die sexuellen Handlungen an den Mädchen angeleitet habe. Dem Angeklagten werden deswegen unter anderem Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vorgeworfen sowie das Verschaffen jugendpornografischer Inhalte an eine andere Person und der Besitz von kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Die Anklage bezieht sich auf mutmaßliche Taten in den Jahren zwischen 2013 und 2019.
Mit Hilfe des US-Ministeriums aufgedeckt
Aufgedeckt wurden die mutmaßlichen Verbrechen auch mit Hilfe des US-Innenministeriums «Homeland Security», das zuvor ein pädokriminelles Netzwerk auf den Philippinen zerschlagen habe, wie das Cybercrime-Zentrum mitteilte. Die Täter hätten ihr Geld damit verdient, schwere sexuelle Missbrauchshandlungen gegen Bezahlung live im Internet zu übertragen.
Die vom Netzwerk missbrauchten fünf Kinder seien nach der Zerschlagung durch die philippinischen Behörden in Obhut genommen worden, hieß es.
© dpa-infocom, dpa:260424-930-987578/1
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