Die Nachfrage nach Bausparverträgen bei der LBS Süd ist gesunken. (Archivbild)
Bernd Weißbrod/dpa
Die Nachfrage nach Bausparverträgen bei der LBS Süd ist gesunken. (Archivbild)
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Nachfrage nach Bausparverträgen bei der LBS Süd sinkt weiter

Nach dem Boom durch die Zinswende hat sich der Markt für Bausparverträge wieder normalisiert. Auch die LBS Süd verzeichnet weniger Neuabschlüsse. An anderer Stelle gibt es aber auch Aufwärtstrends.

Deutschlands größter Landesbausparkasse, die LBS Süd, hat vergangenes Jahr Einbußen im Neugeschäft hinnehmen müssen. 2025 wurden bei der LBS Süd rund 180.000 Verträge über eine Netto-Bausparsumme von 10,6 Milliarden Euro abgeschlossen, teilte das Institut in Stuttgart mit. 2024 hatte das Netto-Neugeschäft noch bei 13,9 Milliarden Euro betragen. 

Nach den Rekordabsätzen 2022 und 2023 habe sich der Bausparmarkt und mit ihm das LBS-Neugeschäft in den vergangenen zwei Jahren wieder normalisiert, teilte Vorstandsvorsitzender Stefan Siebert mit. Man habe den Marktanteil in einem insgesamt rückläufigen Markt aber verteidigen können. 2025 erhöhte sich dieser im Geschäftsgebiet demnach leicht auf 37,3 Prozent. 

Ende der EZB-Niedrigzinspolitik trieb das Geschäft

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nach der Finanzkrise hatte das Geschäft der Bausparbranche unter Druck gesetzt. Günstige Kredite waren jahrelang nichts Besonderes, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Nach der Zinswende Mitte 2022 haben sich Immobilienkredite aber wieder deutlich verteuert - und die Nachfrage nach Bausparverträgen in die Höhe schießen lassen. Viele Menschen wollten sich gegen die steigenden Zinsen absichern, die Institute verzeichneten Zuwächse im mittleren zweistelligen Bereich. Inzwischen hatte die EZB die Zinsen wieder gesenkt. Seitdem normalisiert sich das Geschäft zusehends.

Finanzierungen im Aufwind

Während das klassische Bauspargeschäft etwas zurückging, zog vergangenes Jahr das Finanzierungsneugeschäft erneut etwas an: Es stieg im Vergleich zu 2024 um gut drei Prozent auf etwa 3,2 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte sei auf Bauspardarlehen entfallen. Und fast 1,5 Milliarden Euro waren demnach Kredite für Vor- und Zwischenfinanzierungen. 

Grundsätzlich teilen sich Bausparverträge in zwei Phasen auf: Sparerinnen und Sparer zahlen regelmäßig Geld ein, um nach einigen Jahren das Recht auf einen Kredit mit vergleichsweise niedrigen Zinsen zu bekommen. Dadurch haben sie Planungssicherheit, zum Beispiel für den Kauf einer Wohnung. Ferner erhalten sie Guthabenzinsen. 

LBS Süd in drei Bundesländern aktiv

Die LBS Süd ist in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz aktiv. Sie ist aus der Fusion der beiden Vorgängerinstitute LBS Südwest und LBS Bayern rückwirkend zum 1. Januar 2023 entstanden. Seitdem steht das Institut auch unter direkter Aufsicht der EZB. Die vorläufige Bilanzsumme der LBS Süd lag 2025 bei rund 38 Milliarden Euro. Das vorläufige Betriebsergebnis verdoppelte sich fast - ebenfalls vorläufigen Daten zufolge auf knapp 100 Millionen Euro.

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