Ein Polizist soll hunderttausende Euro bei Verkehrskontrollen veruntreut haben. Innerhalb von rund zweieinhalb Jahre soll er 246.415 Euro behalten haben, die eigentlich als Sicherheitsleistungen im Rahmen von Verkehrskontrollen gedacht waren, teilte die Staatsanwaltschaft Mosbach mit. Das Geld habe er in mehr als 150 Fällen nicht wie vorgesehen weitergeleitet. Das Geld soll er den Angaben zufolge für «private Zwecke» verwendet haben. Die Taten sollen demnach zwischen Ende Oktober 2021 und Mitte bis Ende Februar 2024 stattgefunden haben.
Unstimmigkeiten fielen auf
Die Ermittlungen seien eingeleitet worden, da es Unstimmigkeiten in einem Vorgang gab, die der Beamte des Präsidiums Heilbronn bearbeitete. Nähere Angaben hierzu machte die Staatsanwaltschaft nicht. Anfang Oktober sei dann Anklage wegen des Verdachts der Untreue sowie wegen Untreue in Tateinheit mit Nötigung und Urkundenfälschung erhoben worden. Das Landgericht Mosbach müsse jetzt über die Anklage entscheiden.
Der gesetzliche Strafrahmen sehe im Falle einer Verurteilung für Untreue eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor, in besonders schweren Fällen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Über die Schuld und das Strafmaß entscheide jedoch das zuständige Gericht, so die Staatsanwaltschaft.
Motiv unbekannt
Es laufe zudem ein Disziplinarverfahren gegen ihn und er befinde sich nicht mehr im Dienst, so die Staatsanwaltschaft weiter. Zu Hintergründen und Motiven des Beschuldigten äußerte sich die Staatsanwaltschaft auch auf Nachfrage nicht.
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