«Roter Zauber»: Auch Joker verzücken Spitzenreiter Freiburg
Die DFB-Debütanten Treu und Scherhant sind in aller Munde. Doch nicht nur sie machen den SC Freiburg derzeit so stark. Auch die zweite Reihe fällt auf - optisch und sportlich.
Die DFB-Debütanten Treu und Scherhant sind in aller Munde. Doch nicht nur sie machen den SC Freiburg derzeit so stark. Auch die zweite Reihe fällt auf - optisch und sportlich.
Tabellenführer? Stürmer Igor Matanovic hatte es nach eigener Aussage selbst erst mitbekommen, als die Fans des SC Freiburg in der Schlussphase des Heimspiels gegen den FC Schalke 04 lauthals «Spitzenreiter, Spitzenreiter» sangen. Nach dem 2:1-Sieg gegen die Königsblauen grüßen die Freiburger tatsächlich vom ersten Platz der Fußball-Bundesliga.
Sieben Siege und ein Remis in acht Pflichtspielen stehen zu Buche. Eine beeindruckende Bilanz. Doch was macht das Team von Trainer Julian Schuster eigentlich so stark? Die Tabellenspitze habe «weder vor noch nach dem Spiel irgendeine Rolle gespielt», sagte der 41-Jährige nach dem späten Coup am Sonntagabend. «Die Erfahrung gemacht zu haben, in Unterzahl zu gewinnen und so pressen zu können, ist eine viel wichtigere und größere Tatsache.»
Schuster lobt Freiburger Teamgeist
Die Art und Weise, wie sie nach der Gelb-Roten Karte gegen Yuito Suzuki in der 64. Minute noch mal aufdrehten und durch Keisuke Goto noch zum späten Siegtreffer (85.) kamen, sagt viel über die Freiburger aus.
Die Senkrechtstarter Derry Scherhant und Philipp Treu, die zuletzt auch in der Nationalmannschaft überzeugende Debüts hinlegten, sind das eine. Die Spieler, die aktuell aus der zweiten Reihe kommen, das andere. «Die Mannschaft war für Yuito da», erklärte Coach Schuster. «Die Jungs, die rein gekommen sind, waren für Yuito da.»
Zu denen gehört auch Goto. Von «rotem Zauber» sprach Matanovic, als er auf seinen Teamkollegen mit den rot gefärbten Haaren angesprochen wurde. Man müsse diesen Weg schon anerkennen, meinte Matanovic über den Sommer-Einkauf vom RSC Anderlecht. Trotz Sprachbarriere habe sich der Japaner prima integriert - sicher auch mit Hilfe der Landsmänner Suzuki und Rihito Yamamoto.
Schon drei Joker-Tore für Goto
Wettbewerbsübergreifend traf Goto in dieser noch jungen Saison bereits zum dritten Mal für den Sport-Club. «Der Junge hat so viel Hunger, nimmt alles an», lobte Schuster den 21-Jährigen. Man werde noch viel Spaß an ihm haben.
So wie an Vincenzo Grifo schon seit Jahren. Freiburgs Rekordtorschütze spielt hinter Scherhant auf dem linken Flügel derzeit nur eine Nebenrolle, murrt aber nicht - und leistete bei Gotos Siegtor die punktgenaue Vorarbeit. So sind sie, diese furiosen Freiburger: mit Teamwork an die Tabellenspitze.
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