Streich poltert gegen FIFA: «Das ist Mafia-Gehabe»
Christian Streich, bekannt für seine klaren Meinungen, kritisiert die FIFA scharf. Die WM boykottieren wegen der Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino? Für Streich ist die Antwort klar.
Christian Streich, bekannt für seine klaren Meinungen, kritisiert die FIFA scharf. Die WM boykottieren wegen der Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino? Für Streich ist die Antwort klar.
Mit drastischen Worten hat Ex-Bundesliga-Trainer Christian Streich den Fußball-Weltverband und die Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino kritisiert. «Das ist Mafia-Gehabe, was da abläuft», sagte der 61-Jährige im Interview von Sky Sport. «Was bei der FIFA abläuft, das ist hochgradig korrupt. Das sind einfach mafiöse Strukturen.» Streich bezog sich dabei auch auf den Skandal um die zurückgenommene Sperre von US-Profi Folarin Balogun bei der WM.
In dieser Woche hatte die FIFA mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen und heftige Empörung damit ausgelöst. Die 55 Nationalverbände der UEFA kündigten geschlossen einen Boykott der FIFA-Wettbewerbe an, sollte der Weltverband den Plan nicht verwerfen.
WM-Boykott? «Da gibt es nur eins»
Einen WM-Boykott würde Streich klar befürworten und sieht dies sogar als einzige passende Antwort auf die FIFA-Pläne an. «Da gibt es nur eins: raus aus der WM. Dann gibt es eben nur noch Europameisterschaften, wobei das natürlich sehr schade wäre», sagte der ehemalige Erfolgscoach des SC Freiburg. «Da muss man sich mit allem wehren und da bin ich froh, dass Europa da dagegenhält.»
Der Widerstand gegen Infantino wächst nach der Vorstellung seiner Investorenpläne rasant. Immer stärker verliert der 56 Jahre alte Spitzenfunktionär an Unterstützung. Infantino war schon während der WM massiv in die Kritik geraten, nachdem US-Stürmer Balogun seine Sperre trotz Roter Karte für das Achtelfinale gegen Belgien erlassen bekommen hatte. Die Aufhebung der Sperre folgte auf einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Infantino.
«Trump weiß, dass da Geld verdient werden kann. Er hat keine Ahnung vom Fußball», kommentierte Streich den «Tabubruch». «Und dann werden da solche Deals gemacht. Das ist brutal für den Fußball. Tür und Tor sind geöffnet.»
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