Nach der tödlichen Attacke auf dem Bahnhof in Ellwangen gibt es eine Anklage. (Symbolfoto)
Jens Kalaene/dpa
Nach der tödlichen Attacke auf dem Bahnhof in Ellwangen gibt es eine Anklage. (Symbolfoto)
Angriff am Bahnhof

Tödliche Gewalt am Bahnhof - Anklage erhoben

Ein Konflikt eskaliert – Tage später ist ein 59-Jähriger tot. Nun steht ein 33-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht. Auslöser war offenbar nur ein Regelverstoß am Bahnübergang.

Nach einem Streit und einem Angriff am Bahnhof Ellwangen (Ostalbkreis) stirbt ein Mann im Krankenhaus. Gegen seinen Widersacher - einen 33 Jahre alten Mann - wurde mehr als ein Jahr nach dem Vorfall nun Anklage erhoben wegen Körperverletzung mit Todesfolge. 

Das Landgericht Ellwangen teilte zu den Umständen mit, dass der 59-Jährige mit dem betrunkenen 33-Jährigen am 16. April des vergangenen Jahres am Bahnsteig in Streit geraten war. Auslöser war demnach, dass der Beschuldigte einen abgesperrten Bahnübergang überquerte. Darauf habe ihn der 59-Jährige angesprochen. 

Dann wurde es handgreiflich. Der 33-Jährige schlug dem Mann laut Anklagebehörde erst mit der flachen Hand ins Gesicht. Später packte er ihn und warf diesen auf den Boden, so dass er mit dem Kopf im Bereich der Bahnkante aufschlug. 

Opfer starb Tage später im Krankenhaus

Der 59-Jährige kam nach dem Vorfall ins Krankenhaus, wo er starb. Eine Obduktion ergab laut Polizei, dass schwere Kopfverletzungen zum Tode geführt hatten, die er von dem Vorfall davongetragen hatte. Das Opfer erlitt laut Landgericht eine Schädelfraktur und eine lebensgefährliche Gehirnblutung.

Der 33-Jährige sei bei der Tat deutlich alkoholisiert gewesen. Bereits im Zug auf dem Weg von Aalen nach Ellwangen sei er Bahnreisenden aufgefallen. Für die Hauptverhandlung sind noch keine Termine angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177717/1
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