Gegen 100-Meter-Rekordler Owen Ansah läuft ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur. (Archivbild)
Bernd Thissen/dpa
Gegen 100-Meter-Rekordler Owen Ansah läuft ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur. (Archivbild)
Leichtathletik

Verfahren: Aber 100-Meter-Rekordler Ansah nicht suspendiert

Owen Ansah bleibt als erster Deutscher über 100 Meter unter zehn Sekunden. Nun läuft ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur gegen ihn, er darf aber weiterhin laufen.

Gegen den deutschen 100-Meter-Rekordler Owen Ansah läuft ein sogenanntes Ergebnismanagementverfahren der Nationalen Anti Doping Agentur. Hintergrund sei ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen, teilte die Nada mit und nannte dabei die Verweigerung einer Dopingkontrolle. 

Der 25 Jahre alte Leichtathlet vom Hamburger SV ist aber nicht vorläufig suspendiert. «Für den dem Athleten vorgeworfenen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen sieht das Anti-Doping-Regelwerk keine zwingend zu verhängende vorläufige Suspendierung vor», erklärte die Nada eine Woche vor den deutschen Meisterschaften in Bochum. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht, eine Stellungnahme von Ansah lag zunächst nicht vor.

Ansah war vor zwei Jahren in Braunschweig in 9,99 Sekunden als erster deutscher Sprinter unter der Marke von zehn Sekunden geblieben. Am 6. Juni steigerte der in Mannheim trainierende Athlet die Bestmarke auf 9,98 Sekunden. Bei der EM ab dem 10. August im britischen Birmingham hätte Ansah nicht nur im Einzelrennen Medaillenchancen, sondern auch mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel.

© dpa-infocom, dpa:260717-930-400523/1
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