Fußball-Nationalspieler Deniz Undav hat nach dem Ende seiner Torflaute über die seiner Meinung nach gestiegenen Erwartungen an ihn gesprochen. Auf die Frage einer DAZN-Reporterin, ob er sich manchmal ungerecht bewertet fühle, antwortete der Kapitän des VfB Stuttgart: «Ungerecht nicht, weil mir ist klar, wenn du so performt hast wie ich letzte Saison mit der WM, dass die Leute mich messen, dass ich gefühlt jedes Spiel treffen muss. Das ist mir klar.»
Der 30 Jahre alte Stürmer hatte beim 3:0 der Schwaben in der Champions League bei Slovan Bratislava die Führung erzielt und damit wettbewerbsübergreifend erstmals in dieser Saison getroffen. «Ich bin ruhig geblieben. Natürlich sieht man alles, hört man alles. Aber wie gesagt, mir war klar, dass ich irgendwann eh treffen werde», sagte Undav, der von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp zuletzt nicht in den Kader der DFB-Auswahl berufen worden war.
Selbst zu treffen, sei für ihn ohnehin nicht so wichtig, sagte Undav weiter. «So lange wir gewinnen: Ich kann auch null Tore haben und wir werden wieder Champions League spielen nächste Saison, dann nehme ich das auch mit. Das interessiert mich nicht. Deswegen: Die Leute einsetzen, gewinnen, das macht mehr Spaß», erklärte der Angreifer.
Undav: «Boah, der Platz war ein Skandal»
Klare Worte verlor Undav über den schlechten Rasen im Nationalstadion von Bratislava. «Boah, der Platz war ein Skandal», meinte Undav. «Sehr tief, sehr weich. So, wenn du dich drehen wolltest, bist du gefühlt ausgerutscht.» Ausreden gebe es aber keine: «Der Gegner musste auch darauf spielen. Deswegen: Selbst wenn das Ergebnis anders wäre, gibt es da über den Platz nichts zu meckern.»
Durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel der Ligaphase nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Viking Stavanger sind die Stuttgarter als Vierter voll in der europäischen Spitzengruppe vertreten. Nur Titelverteidiger Paris Saint-Germain, der FC Barcelona und Aston Villa stehen aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß.
© dpa-infocom, dpa:261015-930-841618/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten