Die Feuerwehr nutzt auch Wasser aus einem Freibad bei den Löscharbeiten.
Christian Klemm/dpa
Die Feuerwehr nutzt auch Wasser aus einem Freibad bei den Löscharbeiten.
Feuer wird größer

Waldbrand ausgebreitet – Gelände macht das Löschen schwer

Mehr als zehn Hektar Wald stehen in Schramberg in Flammen – die Feuerwehr kann den Brand in steilem Gelände nur schwer eindämmen. Welche Maßnahmen jetzt zum Schutz der Menschen gelten.

Die Feuerwehr kämpft weiter gegen einen größeren Waldbrand an einem steilen Hang nahe Schramberg im Landkreis Rottweil. Wann der Einsatz beendet und das Feuer vollständig gelöscht werden kann, lässt sich nach Angaben der Feuerwehr derzeit nicht absehen. Die Flammen am Hang würden von drei Seiten bekämpft. Dadurch habe bislang verhindert werden können, dass sich der Brand vor allem in Richtung eines angrenzenden Wohngebiets ausbreite.

Das besonders unwegsame Gelände macht die Löscharbeiten erheblich schwerer. Einsatzkräfte können sich den Brandherden nicht überall nähern, weil die Hänge zu steil und schwer zugänglich sind, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach ihren Angaben gibt es zwei größere Brandstellen sowie zahlreiche Glutnester in den Flanken. 

Hunderte Feuerwehrleute in der Nacht im Einsatz

Die Sicherheit der Feuerwehrleute habe Vorrang. In der Nacht waren etwa 330 Feuerwehrleute im Einsatz, sie wurden inzwischen abgelöst. Rund 80 Fahrzeuge, darunter spezielle Tanklöschfahrzeuge, unterstützen die Löscharbeiten. Mit ihnen können die Brandstellen im schwierigen Gelände erreicht und die Flammen von mehreren Seiten eingedämmt werden.

Zudem helfen zahlreiche Landwirte mit Gülle- und Wasserfässern bei der Versorgung der Einsatzstellen. Weil dem Trinkwassernetz in Schramberg nicht dauerhaft größere Mengen entnommen werden können, wird Löschwasser auch aus einem Löschteich bezogen. Das Feuer wurde zudem mit Wasser aus dem Freibad im Stadtteil Tennenbronn bekämpft. 

Brandfläche auf bis zu zwölf Hektar gewachsen

Das Feuer hatte sich nach einem erst kleinen Vegetationsbrand seit Sonntagabend deutlich ausgebreitet. Während zunächst etwa zwei Hektar Wald brannten, sind inzwischen nach Polizeiangaben rund zehn bis zwölf Hektar betroffen - eine Fläche von etwa 14 Fußballfeldern. 

Hoffnung könnten die Einsatzkräfte auf einen Wetterumschwung setzen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Vormittag eine stärker ausgeprägte und länger anhaltende Schauerlinie, die aus Richtung Freiburg kommen soll. Nach seiner Einschätzung könnte der Regen mindestens eine Stunde dauern und zwischen 10 und 15 Liter Wasser pro Quadratmeter bringen. Die Feuerwehr hatte sich bereits bei den Meteorologen über die weitere Wetterentwicklung informiert. Ob der Regen die Löscharbeiten entscheidend erleichtert, blieb zunächst offen.

Klimaanlagen sollen abgeschaltet werden 

Die Bevölkerung in den Bereichen Schramberg-Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach wird vorsorglich gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem sollen Klimaanlagen und Lüftungsanlagen vorerst abgeschaltet werden. Grund dafür ist die mögliche Belastung der Luft durch Rauch und Brandgeruch.

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