SWEG: Fahrtausfälle wegen Warnstreik möglich. (Archivbild)
Marijan Murat/dpa
SWEG: Fahrtausfälle wegen Warnstreik möglich. (Archivbild)
Tarifstreit

Warnstreik: Bisher keine Störungen im SWEG-Bahnverkehr

Wegen eines Verdi-Warnstreiks könnten in Baden-Württemberg Bahnfahrten der SWEG ausfallen. Bisher vermeldet das Unternehmen jedoch keine Störungen.

Der Warnstreikaufruf von Verdi beim Bahnbetreiber SWEG hat bis zum Mittag zu keinen größeren Behinderungen geführt. Bislang habe es heute nahezu keine streikbedingten Ausfälle im Zugverkehr gegeben, teilte die Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) mit. Der SWEG-Busverkehr sei von dem Warnstreik nicht betroffen. Ein Sprecher der Gewerkschaft bestätigte am Morgen auf Anfrage, dass der Warnstreik an allen beteiligten Standorten begonnen habe. 

Gegen Abend könnte sich der Streik aber doch noch bemerkbar machen: Nach Angaben eines SWEG-Sprechers ist die Zugleitstelle in Endingen am Kaiserstuhl ab 18.00 Uhr nicht mehr besetzt. Daher sei ab dann kein SWEG-Zugverkehr mehr auf der Münstertalbahn (Bad Krozingen - Münstertal) sowie auf der Kaiserstuhlbahn (Riegel-Malterdingen - Breisach) möglich. Auf beiden Strecken werde für die ausfallenden Züge ein Busnotverkehr eingerichtet. 

Auf diesen SWEG-Bahnstrecken kann es nach Angaben der SWEG zu Ausfällen kommen:

  • Bad Krozingen - Münstertal
  • Endingen - Breisach
  • Achern - Ottenhöfen
  • Biberach - Oberharmersbach
  • Hechingen - Gammertingen

Betroffen sein könne auch der Zugverkehr etwa der Schwäbischen Alb-Bahn auf der Strecke Gammertingen - Engstingen und der DB Regio auf der Strecke Endingen - Gottenheim. Zu Einschränkungen könne es auch auf diesen Strecken kommen: Tübingen - Hechingen - Albstadt - Sigmaringen sowie Aalen - Ulm und Munderkingen - Ulm.

Verdi rief die Beschäftigten der SWEG Schienenwege GmbH - eine SWEG-Tochter, die die Eisenbahninfrastruktur auf verschiedenen Strecken in Baden-Württemberg betreibt - zum Warnstreik auf. Laut SWEG richtet sich der Streikaufruf an die Zugleitstellen in Endingen am Kaiserstuhl und Gammertingen sowie an die Hauptverwaltung der SWEG Schienenwege GmbH in Lahr (Ortenaukreis). Hintergrund ist Verdi zufolge die bundesweite Tarifrunde zum Eisenbahntarifvertrag, in der bislang keine Einigung mit den Arbeitgebern erzielt wurde.

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