Was der Hornisgrinde-Wolf das Land bislang gekostet hat
Der Wolf auf der Hornisgrinde nähert sich immer wieder Menschen. Kritisch, aber nicht unmittelbar gefährlich, sagen die Behörden. Der Umgang mit ihm hat seinen Preis.
Der Wolf auf der Hornisgrinde nähert sich immer wieder Menschen. Kritisch, aber nicht unmittelbar gefährlich, sagen die Behörden. Der Umgang mit ihm hat seinen Preis.
Mal taucht er bei Wanderern auf, mal folgt er Menschen mit Hunden: Der Hornisgrinde-Wolf beschäftigt das Land seit vielen Monaten. Der Umgang mit ihm hat das zuvor zuständige Umweltministerium bislang 305.333,34 Euro gekostet, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte.
Seit dem Zuständigkeitswechsel sind keine externen Kosten für den Wolf angefallen. Die Arbeit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) werde nicht gesondert erfasst, heißt es in der Antwort auf eine SPD-Anfrage im Landtag. Zuvor hatte der SWR berichtet.
Millionen für Herdenschutz und Wolfsmanagement
Zum Vergleich: Das Land gab 2024 für Herdenschutz und das Wolfsmanagement insgesamt rund 6,2 Millionen Euro aus, wie aus einer früheren Stellungnahme des Umweltministeriums hervorgeht. Der Großteil entfiel demnach auf Herdenschutz und Weidemanagement.
Enthalten sind auch Kosten der FVA sowie Ausgaben für Untersuchungen und Nutztierschäden. Anders als beim Hornisgrinde-Wolf geht es um landesweite Jahresausgaben.
30 Mal kam der Wolf Menschen besonders nahe
In diesem Jahr wurden 81 Sichtungen des Rüden gemeldet, 31 davon seit April. 80 Meldungen galten als eindeutig oder wahrscheinlich. In 30 Fällen kam der Wolf Menschen auf weniger als 30 Meter nahe - eine laut Ministerium kritische Annäherung. Unmittelbar gefährliche Begegnungen mit Menschen gab es den Angaben zufolge in diesem Jahr aber nicht.
Was passiert, wenn die Abschreckung misslingt?
Der Wolf nähert sich besonders häufig Menschen mit Hunden. Paintball-Markierer und Druckluft-Fanfaren brachten nicht den gewünschten Erfolg. Anfang des Jahres hatte das baden-württembergische Umweltministerium zudem eine Abschussgenehmigung erteilt. Seit Mitte März, dem Ende der Paarungszeit, ist die Genehmigung ausgesetzt. Weitere Vergrämungsversuche sollen laut Ministerium baldmöglichst beginnen.
Agrarministerin Marion Gentges (CDU) hatte zuletzt einen Abschuss in Aussicht gestellt, falls die Abschreckung misslingt. Über eine mögliche Tötung entscheidet das Landwirtschaftsressort.
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