Welche Gefahren laut Bergwacht im Schwarzwald lauern
E-Bike-Boom und gefährliche Trails: Der Bergwacht-Chef warnt vor rutschigen Passagen, unterschätzter Kondition und tödlichen Fehlern - nicht nur für ältere Naturfans.
E-Bike-Boom und gefährliche Trails: Der Bergwacht-Chef warnt vor rutschigen Passagen, unterschätzter Kondition und tödlichen Fehlern - nicht nur für ältere Naturfans.
Viele Menschen unterschätzen aus Sicht der Bergwacht die Gefahren im Schwarzwald. Manche glaubten, «nur weil sie Hightech-Schuhe für 200 Euro gekauft haben, mehr leisten zu können, als die eigene Kondition hergibt», sagte Landesvorstand Adrian Probst der «Badischen Zeitung» (Montag). Zudem gebe es subalpine und alpine Herausforderungen wie Passagen, «auf denen man abstürzen kann, die rutschig sein können, wo man trittsicher sein und sich auch mal einige Meter an einem Seil festhalten muss».
In diesem Jahr habe die Bergwacht Schwarzwald schon mehr als 700 Einsätze gehabt, sagte Probst. Gerade in der Langzeitperspektive habe die Zahl sehr stark zugenommen. 1990 habe es im gesamten Jahr etwa 250 Einsätze im Schwarzwald gegeben. «Seit 2015 haben wir jeweils mehr als 1.500. Die Hälfte davon im Sommer, die Hälfte im Winter. Da hat sich also etwas verändert.»
Das liege zum einen daran, dass mehr Menschen in der Natur unterwegs seien, sagte der Bergwacht-Chef. Zum anderen würden die Menschen älter, die noch in der Natur aktiv seien. Als ein Beispiel nannte Probst den Boom bei E-Bikes. Diese brächten ein relativ hohes Unfallrisiko mit sich. «Und davon sind eher die Älteren betroffen.» Das Problem dabei ist seinen Angaben zufolge vor allem das Abfahren. «Viele können nicht gut mit dem hohen Gewicht moderner E-Bikes und den Bremsen umgehen. Da haben wir auch schon tödliche Unfälle erlebt.»
© dpa-infocom, dpa:260629-930-301617/1
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