Die Arbeitslosigkeit ist im März leicht gesunken. (Symbolbild)
Bernd Weißbrod/dpa
Die Arbeitslosigkeit ist im März leicht gesunken. (Symbolbild)
Auch wegen Iran-Kriegs

Wirtschaftsflaute bremst Erholung am Südwest-Arbeitsmarkt

Trotz der leicht sinkenden Arbeitslosenzahlen bleibt die Lage in Baden-Württemberg angespannt. Besonders junge Menschen sind zunehmend betroffen, wie aktuelle Daten zeigen.

Angesichts der Wirtschaftsflaute kommt der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg weiterhin nicht in Schwung. Im März sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent auf 303.261, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,7 Prozent. Ein Rückgang sei saisonüblich. Die Arbeitslosigkeit verharre weiterhin auf einem hohen Niveau und liege seit Jahresbeginn über der Marke von 300.000.

Die Arbeitslosigkeit lag demnach deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im März 2025 waren im Südwesten 291.948 Menschen ohne Beschäftigung - und damit gut 11.300 weniger als aktuell. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 4,5 Prozent. Die Arbeitsagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 12. März vorlag.

Iran-Krieg verzögert Belebung

Die Dynamik am Arbeitsmarkt sei von Januar bis März weiterhin zu schwach gewesen, um die Arbeitslosigkeit stärker sinken zu lassen. Zwar hätten mehr arbeitslose Menschen eine Erwerbstätigkeit aufgenommen als im Vorjahr - aber auch die Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit seien nach wie vor hoch.

Die Chefin der Regionaldirektion, Martina Musati, teilte mit: «Wir rechnen für 2026 weiterhin mit einer leichten wirtschaftlichen Erholung mit Impulsen für den Arbeitsmarkt – doch wird sich die Belebung aufgrund des Iran-Kriegs und seiner Folgen voraussichtlich um einige Monate nach hinten schieben». 

Jugendarbeitslosigkeit steigt weiter

Unter der anhaltend geringen Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes leiden den Angaben zufolge vor allem jüngere Menschen. Sie seien auf die Neubesetzung und Schaffung von Stellen besonders angewiesen. Im März waren 27.553 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos – ein Anstieg von 0,3 Prozent im Vergleich zum Februar. Der Trend eines überdurchschnittlichen Anstiegs der Jugendarbeitslosigkeit setze sich damit fort.

© dpa-infocom, dpa:260331-930-889065/1
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