In mehreren Kategorien gab es historische Werte im Südwesten. (Archivbild)
Thomas Warnack/dpa
In mehreren Kategorien gab es historische Werte im Südwesten. (Archivbild)
Wetterbilanz

Zu warm, zu trocken: September im Südwesten mit Rekordwerten

Hitzerekord am Oberrhein, Minusgrade auf der Schwäbischen Alb – der September zeigte extreme Temperaturkontraste. Der Deutsche Wetterdienst zieht Bilanz.

Der September ist im Südwesten nach vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutlich zu warm, zu sonnig und zu trocken gewesen. Mit voraussichtlich 16,6 Grad lag die Durchschnittstemperatur demnach 3,3 Grad über dem Mittel von 13,3 Grad.

In Baden-Württemberg gab es laut DWD zudem den bundesweit höchsten Septemberwert: Am 8. September wurden in Ohlsbach 34,5 Grad erreicht, vor allem am Oberrhein gab es neue Monatsrekorde. Zu Beginn der letzten Monatsdekade kühlte es dann deutlich ab - am 24. September wurde an der Station Meßstetten Appental mit minus 1,4 Grad der bundesweit niedrigste Wert gemessen.

Kurz darauf kehrte jedoch noch einmal ungewöhnliche Wärme zurück: In den Niederungen kletterten die Temperaturen erneut auf knapp über 30 Grad, gebietsweise wurden neue Rekorde für die dritte Septemberdekade aufgestellt.

Auch beim Niederschlag zeigte sich der Monat extrem: Im Flächenmittel fielen nach vorläufigen Zahlen nur rund 19 Liter pro Quadratmeter - etwa 27 Prozent des üblichen Solls von 70 Litern. Damit dürfte der September 2026 zu den fünf trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 zählen, so der DWD. Mit rund 247 Sonnenstunden, gegenüber im Schnitt 166 Stunden, war es zudem der drittsonnigste September seit 1951.

© dpa-infocom, dpa:260929-930-761957/1
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