Am Sonntag stürzte das Flugzeug am Rande des Sommerfestes ab.
Rene Priebe/PR-Video/dpa
Am Sonntag stürzte das Flugzeug am Rande des Sommerfestes ab.
Kleinflugzeug

Zwei Tote bei Flugzeugabsturz - Suche nach der Ursache

Zwei Männer sterben, eine Frau und ein Kind werden schwer verletzt: Ein Vereinssommerfest endet tragisch. Was ist passiert?

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im südhessischen Viernheim suchen Experten nach der Ursache für das Unglück mit zwei Toten. Eine schwerstverletzte Frau und ein schwerstverletztes Kind schweben nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht in Lebensgefahr. «Nach unserem jetzigen Kenntnisstand soll bei den verletzten Personen keine Lebensgefahr bestehen», sagte ein Sprecher in Darmstadt. 

Beim Absturz am Rande eines Sommerfests des Luftsportvereins Weinheim waren am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei starben ein 67 Jahre alter Mann, bei dem es sich wohl um den Piloten handelt, und ein 76 Jahre alter Passagier. Die 40 Jahre alte Frau und das dreijährige Kind wurden mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Staatsanwaltschaft: Frau, Mann und Kind verwandt

Drei Menschen im Flugzeug seien verwandt gewesen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Pilot sei kein Familienangehöriger gewesen. 

Das Kleinflugzeug war laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache im Anflug auf einen Flugplatz im baden-württembergischen Weinheim abgestürzt, auf dem das Fest stattfand. Angekündigt waren dort auch mehrere Kunstflüge. Der Verein schaltete seine Internetseite wenig später ab.

Ursachensuche kann dauern

Zur Ursache werde aktuell vor Ort noch ermittelt. Dazu werden auch Sachverständige eingeschaltet, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Eine Obduktion der Toten sei zunächst nicht geplant. 

Nach Angaben der Polizei befasst sich die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) mit der technischen Auswertung der Daten, um den Grund für das Unglück der Maschine beim Landeanflug in Weinheim herauszufinden. «Es wird aber mehrere Wochen oder vielleicht sogar Monate in Anspruch nehmen, bis wir hier ein Ergebnis haben», sagte eine Sprecherin des betroffenen Luftsportvereins.

Im Standardvorgehen der Bundesstelle ist nach etwa zwei bis drei Monaten mit einem Zwischenbericht zu rechnen. In dem Bericht werden die ersten Untersuchungen zusammengefasst. Ein Abschlussbericht zur Unfallursache nimmt in Normalfällen rund ein Jahr in Anspruch. Laut BFU ist das der normale Ablauf bei Flugzeugabstürzen.

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