Holt Senta Berger einen Oscar für Deutschland?
Elf Filme stehen für Deutschland für den sogenannten Auslands-Oscar zur Auswahl, darunter «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke». Wer tatsächlich ins Rennen geht, entscheidet bald eine Jury.
Elf Filme stehen für Deutschland für den sogenannten Auslands-Oscar zur Auswahl, darunter «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke». Wer tatsächlich ins Rennen geht, entscheidet bald eine Jury.
Für die Oscar-Kategorie «Bester internationaler Film» reichen Länder ihre Kandidaten ein. Aus Deutschland gibt es nun eine Vorauswahl von elf Filmen. Dazu gehört der Kinohit «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» von Simon Verhoeven mit dessen Mutter Senta Berger in einer der Hauptrollen. Der Film mit dem englischen Titel «Oh - This Unspeakable Void» ist eine Bestsellerverfilmung nach Joachim Meyerhoff - mit «Die Discounter»-Star Bruno Alexander und Michael Wittenborn in weiteren wichtigen Rollen.
Welchen der elf Filme Deutschland in der Kategorie «International Feature Film» einreicht, entscheidet eine unabhängige Fachjury. German Films, die Außenvertretung des deutschen Films mit Sitz in München, gibt das Ergebnis voraussichtlich am 25. August bekannt. Das heißt aber noch nicht, dass das Werk es dann auch in die Shortlist von 15 Titeln oder letztlich unter die Oscar-Nominierten schafft.
Endgültige Nominierungen sind erst im Januar klar
Die Shortlist wird am 15. Dezember, die Nominierungen am 21. Januar 2027 bekanntgegeben. Die 99. Oscar-Verleihung findet in Hollywood in Los Angeles am 14. März statt (Ortszeit Sonntagabend, MEZ in der Nacht zum Montag).
Neben «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» (Komplizen Film) sind folgende zehn Filme im Rennen bei German Films:
Durch im Frühjahr geänderte Regeln der Oscar-vergebenden Academy for Motion Picture Arts and Science sind zwei weitere deutsche Filme schon jetzt berechtigt, in der Kategorie «International Feature Film» nominiert zu werden.
Zusätzlich ist auch İlker Çatak wieder im Rennen
Nach den neuen Regeln kann nun zusätzlich ein fremdsprachiger Film beim Oscar-Rennen mitmachen, der zuvor einen wichtigen Festival-Preis gewonnen hat, etwa die Goldene Palme in Cannes oder den Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig. Neu ist auch, dass nicht mehr das Einsendeland, sondern der Film als Nominierter aufgeführt wird. In den Oscar-Sockel werde der Name der Regisseurin oder des Regisseurs mit dem Filmtitel eingraviert, hieß es.
Wegen der Auszeichnung mit dem «Grand Jury Prize» beim Sundance Film Festival ist deshalb «Von Scham und Geld» von Visar Morina qualifiziert, ebenso wie «Gelbe Briefe» von İlker Çatak, der den Goldenen Bären bei der diesjährigen Berlinale im Februar gewann.
Regisseur Çatak war schon 2024 mit dem Drama «Das Lehrerzimmer» mit Leonie Benesch in der Hauptrolle bei der Oscarverleihung unter den Nominierten.
Er unterlag dann aber dem für Großbritannien eingereichten Holocaust-Film «The Zone of Interest» von Jonathan Glazer mit den deutschen Schauspielstars Sandra Hüller und Christian Friedel. Friedel spielte den Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, Hüller seine Frau Hedwig.
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