So lässt er sich von tragischen Ereignissen aus dem Leben seiner Assistentin Mónica (Aitana Sánchez-Gijón) inspirieren - was ihr natürlich nicht gefällt. Gleichzeitig zieht seine Drehbuch-Figur Elsa ebenfalls Inspiration aus dem Leben einer Freundin für ein Drehbuch.
Ein verschachtelter Meta-Film in leuchtenden Farben
«Bitteres Fest» bewegt sich auf mehreren Meta-Ebenen, was den Film trotz der originellen Idee leider zu verschachtelt und verkopft geraten lässt. Was einen Almodóvar-Film aber immer sehenswert macht, ist der besondere Stil: Der Regisseur inszeniert die Geschichte wieder in seinen gewohnt leuchtenden und ästhetischen Farbkompositionen.
Und: Es gibt auch viele unterhaltsame Momente. Zum Beispiel, als Elsa einer Ärztin erklärt, was man unter «Kultregisseur» versteht. In diesen Momenten denkt man unwillkürlich daran, wie viel wohl von Almodóvar selbst, der seine Filme gerne mal autobiografisch gestaltet, in den Charakteren steckt.
Er erkenne sich in Raúl wieder, sagte der Regisseur bei den Filmfestspielen in Cannes, wo der Film im Wettbewerb lief. Dennoch handle es sich nicht um eine einfache Kopie seines Lebens; die Figuren seien komplex und mit vielen anderen Dingen verflochten. Der «Süddeutschen Zeitung» sagte er: «Alles, was der Regisseur Raúl in "Bitteres Fest" sagt, würde ich auch so unterschreiben.» Eine kreative Krise wie er habe er «in der Form» aber nie erlebt - «zum Glück».
Von Sabrina Szameitat, dpa
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