Die Frau von Baden-Württembergs Regierungschef Cem Özdemir, Flavia Zaka, hat mit Verständnis auf die Aufregung nach einem Interview auf Englisch reagiert. «Ich kann verstehen, dass viele Menschen denken, dass ich Deutsch sprechen sollte», sagte sie der «Schwäbischen Zeitung». In den sozialen Medien hatten sich Menschen darüber empört, dass sie auf Englisch geantwortet hatte.
«Natürlich möchten diejenigen, für die Schwäbisch ihre vertrauteste Sprache ist, diese Sprache gepflegt, geschützt und von Menschen in repräsentativen Positionen vertreten sehen», sagte Zaka. Sie wisse, «wie es sich anfühlt, wenn man nicht das Gefühl hat, dass die eigene Sprache mit Stolz getragen und repräsentiert wird». Gleichzeitig brauche auch sie Zeit, um ihren eigenen Zugang zu der Sprache und zum Dialekt zu finden.
Zaka: Ich bin immer wieder Außenseiterin
Es gebe regelmäßig Aufregung darüber, dass sie in Interviews kein Deutsch spreche, sagte Zaka. «Es geht um Fragen dazu, wie ich mich in die deutsche Kultur, die schwäbische Kultur und das politische Leben einfinde. Und das alles zusätzlich vor dem Hintergrund meiner Migrationsgeschichte.» Zaka ist gebürtige Albanerin, wanderte aber in jungen Jahren nach Kanada aus und lebt seit kurzer Zeit in Baden-Württemberg.
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