Der Dalai Lama hat seine Bestürzung über die verheerende Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und China zum Ausdruck gebracht. Er bete für alle, die ihr Leben verloren hätten, und spreche den Hinterbliebenen sowie allen von dieser Tragödie Betroffenen sein Mitgefühl aus, teilte das Glaubensoberhaupt der Tibeter mit. Nach der Flutkatastrophe in Zentralnepal und dem Südwesten Tibets wurden Hunderte Menschen vermisst.
«Da diese Region bereits in der Vergangenheit von Katastrophen heimgesucht wurde, sind dies sicherlich Anzeichen für eine tiefer liegende Ursache - sei es der Klimawandel oder andere Faktoren», hieß es in der Mitteilung weiter. Er hoffe, dass geeignete Folgemaßnahmen ergriffen würden, damit sich solche Katastrophen nicht wiederholten, erklärte er.
Seit seiner Flucht ins Exil im Jahr 1959 lebt der 91-Jährige als staatenloser Tibeter in Indien, das er als seine zweite Heimat bezeichnet. China sieht Dalai Lama als Separatisten. Vielen gilt er noch immer als das personifizierte Symbol des tibetischen Widerstands gegen die chinesische Besetzung. Den unmittelbaren Anstoß zu seiner Flucht gaben nach seinen Worten die Spannungen und der Volksaufstand in der tibetischen Hauptstadt Lhasa am 10. März 1959. Seine Heimat sah der Dalai Lama seitdem nicht wieder.
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