Der nächste atlantische Tropensturm heißt «Dolly»
Die Welt trauert um den gerade verstorbenen Weltstar Dolly Parton. Ausgerechnet mit dem Namen der Sängerin könnte demnächst Ungemach in Form eines Unwetters vom Atlantik her drohen.
Die Welt trauert um den gerade verstorbenen Weltstar Dolly Parton. Ausgerechnet mit dem Namen der Sängerin könnte demnächst Ungemach in Form eines Unwetters vom Atlantik her drohen.
Ausgerechnet «Dolly» heißt der nächste große Tropensturm über dem Atlantik – so sieht es die offizielle Liste für die Benennung ausgereifter Tiefdruckgebiete in der Region vor. Ein aussichtsreicher Kandidat, stürmischer Namensvetter der am Dienstag verstorbenen US-Ikone Dolly Parton zu werden, braue sich tatsächlich bereits zusammen, berichtete der US-Nachrichtensender WSMV4 aus Nashville mit Verweis auf das US-Hurrikanzentrum (NHC).
Nach dessen Prognose vom frühen Mittwoch könnte sich ein Tiefdrucksystem einige hundert Kilometer südwestlich der Kapverden in den kommenden Tagen zu einem Tropensturm entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit dafür innerhalb der nächsten zwei Tage bezifferte das NHC auf 70 Prozent.
Um einen Namen zu bekommen, muss ein Sturm bestimmte Kriterien erfüllen, etwa eine bestimmte Windgeschwindigkeit erreichen. Ob sich jenes Tiefdrucksystem jenseits der Küste Afrikas entsprechend entwickelt oder erst ein späterer Sturm «Dolly» heißen wird, wird sich zeigen.
Hurrikans werden streng alphabetisch benannt
Bei dem Namen handelt es sich nicht um eine spontane Gedenkgeste an die Sängerin Parton, die am Dienstag im Alter von 80 Jahren in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee gestorben war.
Tropenstürme beziehungsweise Hurrikans erhalten ihre Namen von lange im Voraus festgelegten Listen, die von der Weltorganisation für Meteorologie geführt werden. Die Namen sind alphabetisch geordnet, der erste benannte Sturm der Saison trägt also einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben A. Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November. Mitunter bilden sich Tropenstürme aber auch schon im Mai.
Nach «Cristobal», der vor zwei Wochen kurzzeitig über den Nordatlantik zog, ist als Nächstes «Dolly» an der Reihe. Die Namenslisten gelten für jeweils sechs Jahre und werden anschließend nach Angaben der US-Klimabehörde Noaa wiederverwendet. Einen Hurrikan «Dolly» gab es bereits im Juli 2008. Er traf auf den äußersten Süden von Texas und richtete dort sowie im benachbarten Norden Mexikos erhebliche Schäden an.
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