Franca Lehfeldt kritisiert Rollenbilder und «Momfluencer»
Nach Kritik an ihrer schnellen Rückkehr in den Job spricht Franca Lehfeldt über Rollenbilder und Organisation in der Familie. Was sie an Online-Darstellungen von Müttern stört.
Nach Kritik an ihrer schnellen Rückkehr in den Job spricht Franca Lehfeldt über Rollenbilder und Organisation in der Familie. Was sie an Online-Darstellungen von Müttern stört.
Als Franca Lehfeldt (37) vier Wochen nach der Geburt ihrer Tochter wieder einen Arbeitstermin wahrnahm, hagelte es Kritik: «Das Netz kommentierte, als hätte ich mein Kind in Berlin auf die Straße gelegt», sagte die Autorin und Unternehmerin dem Magazin «stern».
Die Journalistin ärgerte sich nach eigener Darstellung über veraltete Rollenbilder - es entstand ein Sachbuch, in dem die Frau von Ex-FDP-Chef Christian Lindner unter anderem sogenannte Momfluencerinnen kritisiert, die mit ihrem Content auf Social Media Druck auf andere Frauen ausübten.
«Der digitalen Inszenierung von Mutterschaft als naturgegebener, intuitiver Hingabe ist im Netz kaum zu entkommen. Ich misstraue dieser Vanille-Welt aus Leinen, Morgenlicht und Haferbrei», sagt Lehfeldt. Auch die Gegenseite, das permanente Klagen über die Mutterschaft, störte sie: «Wer soll dann noch Lust haben, ein Kind zu bekommen?»
«Kindererziehung primär Frage von Arbeitsteilung»
Für Lehfeldt ist Kindererziehung demnach primär eine Frage von Organisation und Arbeitsteilung. Auch wenn sie einräume, dass sie Unterstützung von einer Nanny bekomme.
Vor der Schwangerschaft sprach Lehfeldt dem Bericht nach offen mit ihrem Mann Christian Lindner. Sie wollte früh nach der Geburt wieder arbeiten gehen, habe darauf bestanden, dass man sich gleichberechtigt um das Kind kümmern werde: «Wir haben beide viel zum ersten Mal gelernt, das schweißt zusammen.»
Momfluencerinnen (auch: Momfluencer) sind Mütter, die auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube ihren Alltag, ihr Familienleben und ihre Rolle als Mutter präsentieren. Sie inszenieren sich auf diesen Plattformen und zeigen ihre Kinder beim Aufwachsen.
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