Reunion galt Jahrzehnte als ausgeschlossen
Blackmore war bei Deep Purple 1993 zum zweiten Mal ausgestiegen, nachdem er die 1968 gegründete Gruppe erstmals 1975 verlassen hatte. Als Hauptgrund galt das seit Jahrzehnten angespannte Verhältnis zu Leadsänger Gillan. Nachdem es auch bei der Aufnahme von Deep Purple in die Rock & Roll Hall of Fame nicht zu einer Versöhnung gekommen war, galt eine Reunion mit Blackmore eigentlich als ausgeschlossen.
Ganz überraschend kam der umjubelte Gastauftritt des Gitarrenvirtuosen im Jones Beach Theater in Wantagh trotzdem nicht mehr: Blackmore, der in Long Island lebt, hatte ihn zuvor in einem gemeinsamen Live-Podcast mit seiner Frau Candice Night angekündigt, mit der er seit Jahren in der Band Blackmore's Night aktiv ist. Seine Ex-Kollegen von Deep Purple hatten die Reunion daraufhin ebenfalls in sozialen Medien bekanntgegeben.
Blackmore schrieb Gillan eine Nachricht
«Es ist noch ein Geheimnis und ich möchte nicht, dass es irgendjemand weiß», scherzte Blackmore im Livestream. Er erzählte, er habe Gillan kontaktiert und gefragt, ob er für eine Zugabe auf die Bühne kommen dürfe. «Ohne Druck, nur der alten Zeiten wegen.» Die Band habe dem zugestimmt.
Aus der Besetzung, mit der Blackmore in den 70ern Klassiker wie «Highway Star» und «Child In Time» und in den 80ern «Perfect Strangers» aufnahm, sind neben Gillan noch Bassist Roger Glover (80) und Schlagzeuger Ian Paice (78) dabei.
Blackmore, der bis 2019 auch wieder mit seiner Hardrock-Band Rainbow («Since You've Been Gone») aktiv war, sagte, dass er nach mehreren Bandscheibenvorfällen gesundheitlich angeschlagen ist und nicht lange stehen kann. Nur dank einer Spritze habe er den Auftritt absolvieren können. 2025 sagten Blackmore's Night ihre Tournee wegen Blackmores gesundheitlicher Probleme ab.
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