Die britische Rockgruppe Def Leppard («Pour Some Sugar On Me», «Love Bites») freut sich darauf, in diesem Sommer beim traditionsreichen Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air (29.7. bis 1.8.) aufzutreten. Aber auch ein wenig Lampenfieber gehört für die Musiker, die am Donnerstag (30.7.) auf der Bühne stehen werden, immer noch dazu.
«Wenn man nicht nervös wird, ist man kein Mensch», sagte Sänger Joe Elliott der Deutschen Presse-Agentur. «Es kann immer irgendwas schiefgehen, deshalb ist man nervös.» Zum 35. Jubiläum des Festivals geben Def Leppard ihr Bühnendebüt in der schleswig-holsteinischen Gemeinde, die einmal im Jahr zum Pilgerort für Rock- und Metal-Fans aus aller Welt wird.
Def Leppard «sind keine Heavy-Metal-Band»
«Die Tatsache, dass wir 49 Jahre nach dem Beginn unserer Karriere zum ersten Mal in Wacken spielen, ist natürlich aufregend für uns», so Elliott (66), «weil es Neuland ist und wir nicht wissen, wie wir aufgenommen werden. Aber sobald wir die Bühne betreten, werden wir sofort wieder ganz in unserem Element sein.»
Anfangs habe er gezweifelt, ob Def Leppard überhaupt zu einem Heavy-Metal-Festival passen würden. «Ich glaube nicht, dass wir dieselbe Art von Musik machen wie Metallica», erklärte er. «Es wäre albern, uns in dieselbe Schublade zu stecken. Denn wir sind ganz eindeutig keine Heavy-Metal-Band.»
Seit langem treten in Wacken auch Vertreter anderer Musikrichtungen auf. In diesem Jahr werden unter anderem der frühere Puhdys-Musiker Dieter «Maschine» Birr, der ehemalige Scorpions-Gitarrist Uli Jon Roth und die schwedische Rockband Europe («The Final Countdown») erwartet.