Elmo, das rote Monster aus der «Sesamstraße», hat in seinem neuen Videopodcast eine Einladung von der «Tagesschau»-Sprecherin Susanne Daubner bekommen. «Das wär doch mal 'ne Idee, Elmo», sagt Daubner (65). «Du kommst in meine letzte Sendung. Wär das ein Deal?»
Gegen Ende des neuen rund 20-minütigen Formats hatte Elmo im Spaß seinem Gast vorgeworfen, sie habe gesagt, sie wolle nicht tanzen in der «Tagesschau». Daubner sagt daraufhin: «Das mach' ich in der letzten Sendung. Dann kommst du in meine letzte Sendung.»
Daubner denkt übers Alter nach
Elmo, hinter dem in Deutschland der Puppenspieler Martin Reinl steckt, sagt dann: «Aber das dauert ja noch eeewig...» Daubner antwortet ungenau: «Ach naja.» Das sei aber schon ein Thema, was sie gerade beschäftige.
Mit über 60 fange sie an, über das Alter nachzudenken, sagt Daubner, weil einem bewusst werde, dass das Leben irgendwie endlich ist. Im Inneren sei man ja viel jünger und werde dann aber vor dem Spiegel daran erinnert, dass das ja nicht mehr so sei. «Mit diesem Zwiespalt muss man erst mal klarkommen.»
Neues Podcast-Format mit Elmo
Das neue Format «Elmo - und du so?» ist seit Mittwoch in der ARD-Mediathek und bei ARD Sounds (früher Audiothek genannt) abrufbar.
In dem Podcast spricht Elmo - das Monster mit dem Charakter eines etwa Dreijährigen - mit prominenten Gästen über persönliche Themen. Weitere Episoden neben der mit Daubner sind etwa mit Max Mutzke und Linda Zervakis.
«Tagesschau»-Sprecherin Daubner erzählt unter anderem auch, dass sie als Kind schon gerne geredet habe. Ihr eigentlicher Wunsch sei aber gewesen, Balletttänzerin zu werden. Malen sei dagegen keine Stärke von ihr gewesen.
An einer Stelle fasst Daubner Elmo an. Das Monster reagiert: «Jetzt wuschelst du mir das ganze Gesicht auf. Jetzt seh’ ich aus wie ein Staubwedel. Darf ich das bei deiner Frisur jetzt gleich auch machen?»
Im Videopodcast spielen selbstgemalte Bilder eine wichtige Rolle. Im Studio dürfen die Gäste Bilder aus einem Goldfischglas ziehen und dann interpretieren.
Gäste sollen offener und emotionaler von sich erzählen
«Wir haben uns für das Format entschieden, weil sich hier Elmos besonderer Charme als Interviewer vermittelt», sagt eine NDR-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sei dieses Format neu im deutschsprachigen Raum.
Man wolle damit eine neue Zielgruppe erreichen, «also nicht die Vorschulkinder, sondern die 25- bis 39-Jährigen, die die "Sesamstraße" vielleicht selbst noch kennen, auf alle Fälle die Marke "Sesamstraße" kennen», so die NDR-Sprecherin. Man erhoffe sich, dass die Gäste im Gespräch mit Elmo, der quasi ein Kind sei, offener und emotionaler von sich erzählen.
«Zudem erhoffen wir uns, dass junge Eltern auf neue Art und Weise in Kontakt mit der "Sesamstraße" kommen und Lust bekommen, mit ihren Kindern die "Sesamstraße" zu gucken», erklärte die Sprecherin.
Wie viele Folgen von «Elmo - Und du so?» produziert werden, steht nach Angaben des NDR bisher nicht fest.
© dpa-infocom, dpa:260708-930-352160/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten