Die Spurensicherung war nach dem Messerangriff im Einsatz.
Jason Tschepljakow/dpa
Die Spurensicherung war nach dem Messerangriff im Einsatz.
Kriminalität

Nach Messerattacke in Ulm: Polizei sucht Motiv

Nach dem Messerangriff auf zwei Männer in einem Ulmer Einkaufszentrum bleibt das Motiv unklar. Ein 25-Jähriger kämpft um sein Leben.

Nach dem Messerangriff auf zwei Männer in einem Ulmer Einkaufszentrum laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen. Ein 25-Jähriger ist weiter in Lebensgefahr, wie ein Polizeisprecher am Morgen mitteilte. Weitere Angaben gab es zunächst nicht. Der Mitarbeiter des Elektronikmarktes befand sich nach der Tat am Mittwoch in intensivmedizinischer Behandlung. Ein 22-jähriger Angestellter wurde laut Polizei leicht verletzt. 

«Wir sind sehr erschüttert über diesen tragischen Vorfall», sagte eine Sprecherin des Unternehmens MediaMarktSaturn mit Sitz in Ingolstadt der «Südwest Presse». Die Gründe für den Angriff seien unklar, weshalb das Unternehmen alle notwendigen Informationen sammle, um einen «umfassenden Überblick über die Gesamtlage zu erhalten». Man kooperiere selbstverständlich mit den Ermittlungsbehörden vor Ort.

Das Unternehmen betonte, dass die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern höchste Priorität habe. Man habe den Markt nach der Tat vorübergehend geschlossen. Mitarbeitende würden psychologisch betreut.

Mutmaßlicher Täter mit Schüssen gestoppt

Der mutmaßliche Täter war durch Schüsse der Polizei schwer verletzt worden. Der 29-Jährige wurde ebenfalls auf die Intensivstation gebracht. Wann der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden könne, sei abhängig von seinem Gesundheitszustand, sagte der Polizeisprecher. Hinweise auf ein mögliches Motiv gab es demnach weiterhin nicht. 

Der 29-Jährige war Polizeiangaben zufolge auf der Flucht festgenommen worden. Einsatzkräfte stoppten ihn demnach nach dem Verlassen des Elektronikmarktes. Weil er Beamte mit dem Messer bedroht und sich geweigert haben soll, die Waffe fallen zu lassen, hätten die Polizisten mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Der Eritreer war laut Polizei bereits in der Vergangenheit wegen Gewaltdelikten aufgefallen und hatte bis Dezember eine Haftstrafe verbüßt.

© dpa-infocom, dpa:260115-930-547088/2
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