Djokovic zeigte sich im ersten Satz wie schon bei seinen Siegen in den Runden zuvor gegen Alexander Zverev und Daniil Medwedew in starker Form. Zum zweiten Satz kam de Minaur mit einer Bandage am linken Bein zurück, und nach dem nur mit Mühe gewonnenen Aufschlagspiel zum 1:0 gab der Australier auf.
Halbfinalsieg mit Eklat
Es war das zweite Mal in Folge, dass Djokovic das Match nicht regulär beenden konnte. Ins Finale war er auch deswegen eingezogen, weil sein Halbfinalgegner Medwedew disqualifiziert wurde. Der Russe hatte gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum geschlagen und dabei einen Zuschauer im Gesicht getroffen. Der Besucher musste mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden. Djokovic wurde beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 zum Sieger erklärt.
Körperliche Probleme halten an
Djokovic präsentierte sich in Peking phasenweise wie in besten Tagen - hatte aber auch hier immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Immer wieder keuchte er nach langen Ballwechseln, legte seinen Oberkörper über den Schläger, ging in die Knie. Mitunter schleppte er sich förmlich beim Seitenwechsel auf die Bank.
«Die Wahrheit ist, dass dieses Jahr für mich ein großer, großer Kampf war, mit einigen ganz bestimmten Problemen, mit denen ich zu kämpfen hatte», sagte Djokovic während des Turniers bei einer Pressekonferenz. Genauer ging er - genau wie in der jüngeren Vergangenheit - nicht auf die Probleme ein.
«Es hat eher mit meiner Gesundheit zu tun. Ich möchte nicht verraten, was es genau ist, aber ich versuche, gemeinsam mit meinem Team der Sache auf den Grund zu gehen», sagte Djokovic: «Manchmal klappt es besser, manchmal nicht.» Die meisten Spiele und Turniere seien in dieser Saison für ihn «körperlich ein echter, echter Kampf» gewesen.
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