Als die erste NBA-Meisterschaft nach 53 Jahren für die New York Knicks perfekt war, kamen Jalen Brunson die Tränen. Nahezu sprachlos gab der überragende Basketball-Profi seine ersten Interviews als Champion. Vater Rick - ein Ex-Profi und Teil des Betreuerstabs der Knicks - war dabei nie mehr als ein paar Meter entfernt.
«Das ist alles, wovon wir geträumt haben. Deswegen bin ich nach New York gekommen», sagte Brunson nach dem entscheidenden vierten Sieg in der Finalserie gegen die San Antonio Spurs. Beim 94:90 war der 29-Jährige mit 45 Punkten einmal mehr die prägende Figur auf dem Parkett.
Gemeinsam mit seinen Teamkollegen und Trainer Mike Brown stimmte Brunson schließlich «Who Let the Dogs Out» von den Baha Men an - und gab damit den Ton vor für eine Meisterparty, die in den Straßen New Yorks die Fußball-WM klar in den Hintergrund rückte. Schließlich hatten die Fans seit 1973 auf diesen Moment warten müssen.
«Hey New York, es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Aber hier sind wir und es wird hoffentlich nicht noch einmal so lange dauern», rief Teambesitzer James Dolan bei der Siegerehrung euphorisch. Kurz danach wurde Brunson als wertvollster Profi der Finalserie ausgezeichnet.
Knicks wieder zweistellig hinten - und am Ende die Sieger
Wie beim sensationellen Comeback drei Tage zuvor, als die Knicks einen 29-Punkte-Rückstand noch drehten und damit für einen NBA-Finalrekord sorgten, brauchte es auch im fünften Spiel der Serie wieder eine Aufholjagd nach zweistelligem Rückstand.
«Ich weiß nicht, aber aus irgendwelchen Gründen haben die Spiele für uns 30 Minuten später angefangen als für die Spurs», scherzte Brunson. Dieses Mal lagen die Gastgeber aus San Antonio um ihren Star Victor Wembanyama zwischenzeitlich mit 16 Punkten vorn - und gingen am Ende dennoch wieder als Verlierer vom Feld.
Hukporti wie Nowitzki und Hartenstein: NBA-Champion
Ariel Hukporti darf sich deswegen wie Dirk Nowitzki und Isaiah Hartenstein als dritter deutscher Basketball-Profi NBA-Champion nennen. Beobachtet von erneut zahlreichen Promis wie Prinz Harry, Ben Stiller oder Timothée Chalamet kam er zwei Minuten zum Einsatz.
Nowitzki gehörte zu den zahlreichen Gratulanten nach dem Triumph der Knicks. «Komplett verdient. Was für ein Playoff-Lauf», schrieb der langjährige Profi der Dallas Mavericks bei X.